Mein
 

Schonach Junge Skisportler genießen Olympia-Gefühl

Bundesfinale von Jugend trainiert für Olympia. Behinderte Sportler werden bestens integriert.

„Aus diesem Ort kommen ganz viele, erfolgreiche Sportler, die auf den gleichen Wettkampfstrecken trainiert haben“, begrüßte der baden-württembergische Kultusminister Andreas Stoch die Jugendlichen bei der Eröffnungsfeier zum Bundesfinale von „Jugend trainiert für Olympia“ und „Jugend trainiert für Paralympics“. Er würdigte aber auch die große Erfahrung der Schonacher, wenn es um die reibungslose Durchführung sportlicher Großereignisse gehe. „Ihr seid im Auge des Internationen Olympischen Komitees“, kündigte er den Besuch einer Delegation für den ersten Wettkampftag an. Langläufer, Alpine, Skispringen und die paralympischen Wettbewerbe der Sehbehinderten und geistig Behinderten – Bürgermeister Jörg Frey freute sich, zum ersten Mal ein großes Winterfinale in Schonach zu haben und prognostizierte den jungen Sportlern ein „richtiges Olympia-Feeling.

Ungezwungen und ausgelassen feierten die Jugendlichen die Eröffnung. Roland Schreiner führte durch das Unterhaltungsprogramm, von dem sich die sportlichen Gäste anstecken ließen. Unterstützt wurde er dabei von Hansjörg Jäkle. Eingangs begrüßte er die Teilnehmer der einzelnen Bundesländer, die natürlich lautstark auf sich aufmerksam machten. Mit Wettspielen und Schätzfragen brachte er Bewegung in den Abend. Nicht nur für die Teilnehmer auf der Bühne, auch das Publikum wollte genau wissen, wie sich die einzelnen Bundesländer schlugen. Wie viele Einwohner die russische Olympiastadt Sotschi hat oder wie hoch liegt der höchste Punkt von Schonach, wollte er von den Mitspielern wissen. Aus den vier Spaßwettbewerben erwiesen sich am Ende die sächsischen Teilnehmer als die siegreichen.

Hansjörg Faller und Thorben Kern als Duo „Flash“ setzten mit ihrem akrobatischen Auftritt ein erstes Ausrufezeichen. Tanja Tritschler und ihre Zumba-Tanzgruppe animierten das junge Publikum erfolgreich. Als die Tänzerinnen später einige sportliche Gäste auf die Bühne holen wollten, wurden sie vom Ansturm regelrecht überrannt. Die Zumbatänzerinnen trauten ihren Augen nicht, als aus dem ganzen, vollbesetzten Haus des Gastes die Tanzwütigen die Bühne stürmten. Für Zumba blieb da den Einzelnen wenig Platz, Spaß hatten sie trotzdem. Den Schlusspunkt setzten die „Hot Steps“ von Antje Velten. Obwohl die jungen Sportler hartnäckig eine Zugabe des Tanzes forderten, schickt sie Roland Schreiner ungerührt nach Hause. „Wo denkt ihr hin, ihr habt morgen früh Wettkämpfe“, meinte er trocken.

Und diese Wettbewerbe starteten im Langlaufstadion Wittenbach bei besten Verhältnissen und in ausgesprochen fröhlicher Stimmung. Es erwies sich als gute Idee, die paralympischen Wettbewerbe einzubetten. So erfuhren alle Nachwuchssportler jede Menge Unterstützung von der ganzen Wintersportfamilie. Aufmerksam moderierten Hans-Peter Pohl und Gerd Schneider die Wettkämpfe und würdigten die Leistungen aller Langläufer.

Für die jungen Sportler mit Handicap war es die pure Motivation, dass Paralympicsiegerin Verena Bentele sie vom Streckenrand her anfeuerte. Mit dem Demonstrationswettbewerb Biathlon präsentierte der Stützpunkt, dass sich diese Sportart gut in den Schulsport einbauen lässt. Karl Weinmann bezeichnete Biathlon als „hochinteressanten Sport“, der auch von behinderten und nicht behinderten Sportlern gemeinsam ausgeübt werden kann.

Regionale Produkte von Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein auf SÜDKURIER Inspirationen. Gleich Newsletter abonnieren und sparen!
Erlesene Bodenseeweine jetzt bei SÜDKURIER Inspirationen!
Korrekturhinweis
Neu aus diesem Ressort
Schonach
Schonach
Schonach
Schonach
Schonach/Schönwald
Schonach
Die besten Themen
Kommentare (0)
    Jetzt kommentieren