Beim Hansele-Kaffee im Rebstock stellte der Ozumei den anwesenden Narren seine neue Truppe vor. Es waren die Narrenräte der Geißenmeckererzunft, die als Leichtmatrosen gekleidet waren.
„Das ist der erste Seemannschor von Schonach“, betonte Jonny Kienzler stolz. Unter der Leitung von Alleinunterhalter Fury-Senior gaben die Matrosen gleich eine Kostprobe ihres Könnens. Zunächst präsentierten sie den Welthit „La Paloma“ und sangen wie der berühmte Hans Albers voller Hingabe von Heimweh und Weltmeeren bis hin zur Seemannsbraut. Einige schräge Töne veranlassten den Chor aber, das besser bekannte Lied „Liebe kleine Schwarzwaldmarie“ zu singen.
Nach dem brausenden Beifall des Publikums wies der Narrenchef bescheiden darauf hin, dass es sich bei diesen Liedern nur um eine kleine Auswahl des Repertoires handle. Gleichzeitig informierte er darüber, dass der neue Seemanns-Chor demnächst ein Konzert in Schonach geben werde. Konzertkarten könne man im „Kaufhaus am See“ bestellen. Außerdem ist eine große Tournee durch Europa geplant, wie weiter bekanntgegeben wurde. Ein genauer Termin wurde weder für das Seemannskonzert noch für die Matrosen-Tournee genannt, aber wie der SÜDKURIER aus sicherer Quelle erfahren konnte, soll der neue Lebensabschnitt des Narrenrates am 1. April beginnen. Ob in der kommenden fünften Jahreszeit die Geißenmeckerer mit ihren Mägden führerlos sein werden, blieb ebenfalls noch offen. Wir werden aber weiter berichten.
Getreu nach dem Motto der aktuellen Schonacher Fasnet „Leichtmatrosen, Freibeuter on Piraterei – sin los an de Schonacher Narretei“, fanden sich im Rebstock nicht nur Matrosen ein, sondern auch Seeräuber aller Art. Der wilde Boss aller Piraten wurde von Bürgermeister Jörg Frey verkörpert. Seine Rathausmitarbeiter waren ebenfalls als Seeräuber und Piratenbräute kostümiert. Das Bedienungspersonal schien aus dem wilden Westen zu kommen und die flotte Musik wurde von den sieben Zwergen geblasen.
Ein wunderschönes Schneewittchen aus dem Märchenland dirigierte die kleinen und großen Zwerge. Alle Gäste samt den gestrandeten Seefahrern sangen voller Begeisterung „Es gibt kein Bier auf Hawaii“, während sie vergnügt an ihrem kühlen Bier nippten.
Narri, Narro: Tausende Narren in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg machen jedes Jahr während der fünften Jahreszeit die Straßen unsicher. Sie feiern und strählen sechs Tage lang ausgelassen. Alle Berichte, Bilder und Videos zur Fasnacht in der Region finden Sie im närrischen SÜDKURIER-Onlinedossier.
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