Schönwald -
Die vier Kandiaten der Bürgermeisterwahl in Schönwald stellen sich Fragen der Redaktion. Auf ganz unterschiedliche Weise wollen die Bewerber den Ort voran bringen. Die Bürger haben am 11. November die Wahl.
Wofür investieren Sie für die Gemeinde fünf Millionen Euro? In der Schnellfragerunde mit SÜDKURIER-Regionalleiter Norbert Trippl (rechts) müssen die Kandidaten spontan antworten. Hier ist Christian Wörpel dran.
Ein Zuhörer informiert sich noch kurz vor Beginn der Bürgermeister-Kandidatenvorstellung im SÜDKURIER.
Das Podium: Hans-Dieter Lang, Christian Wörpel, SÜDKURIER-Redakteur Friedrich Lutz, Theo Dorer und Dierk Hoffmann.
Letztmalig vor der Bürgermeisterwahl in Schönwald am Sonntag, 11. November, konnten interessierte Bürger gestern Abend die vier Kandidaten um das Bürgermeisteramt im direkten Vergleich erleben. 250 Besucher kamen zu der vom SÜDKURIER initiierten Vorstellungs- und Diskussionsrunde in die Uhrmacher-Ketterer-Halle. Sie wollten sich ein Bild machen, welchem der Bewerber sie vertrauen.
In der Einführungsrunde mit SÜDKURIER-Regionalleiter Norbert Trippl mussten die vier Kandidaten Christian Wörpel, Theo Dorer, Hans-Dieter Lang und Dierk Hoffmann ihre Schlagfertigkeit und Kreativität unter Beweis stellen und Fragen zu ihrer Motivation und ihrer Befähigung beantworten.
Nach Dierk Hoffmann müsse ein kreativer Kopf, als den er sich selbst bezeichnete, auf den Bürgermeistersessel. Er habe zwar keine Verwaltungserfahrung, vertraut aber auf die Mitarbeiter der Verwaltung. Seinen Job als Wirt des Küferhäusles wolle er übrigens im Falle eines Wahlsieges nicht aufgeben.
Auch Theo Dorer würde seinen derzeitigen Beruf als Versicherungsfachmann zumindest teilweise beibehalten wollen. Seine Motivation für die Kandidatur sei die Herausforderung, „mit den wenigen vorhandenen Mitteln das Beste zu machen“.
Hans-Dieter Lang möchte als großer Verfechter des Zusammenschlusses von Schönwald und Schonach hart verhandeln, damit die Interessen Schönwalds gewahrt blieben. Sein erklärtes Ziele ist es, mit großen Veranstaltungen ein zahlungskräftiges Publikum in den Ort zu locken und so die Einnahmenseite möglichst rasch zu verbessern.
Als einziger der vier Kandidaten mit Verwaltungserfahrung ist Christian Wörpel überzeugt, die Gemeinde weiter nach vorne bringen zu können. „Was Bürgermeister Schmidt kann, krieg ich auch hin“, sagte er selbstbewusst. Für diese Aussage applaudierte selbst Bürgermeister Hans-Georg Schmidt.
In der Diskussion mit Friedrich Lutz von der Lokalredaktion Triberg mussten die Kandidaten dann konkretisieren, welche Maßnahmen sie im Falle einer Wahl unter „realen Bedingungen“, das heißt mit geringen Haushaltsmitteln, als erstes angehen wollten. Dabei standen bei den Kandidaten Themen wie Ortsentwicklungskonzept, barrierearmes Wohnen und die Steigerung der Attraktivität der Gemeinde für junge Menschen im Mittelpunkt.
Im Anschluss an die Diskussion konnten die Schönwälder Bürger selbst Fragen an die Kandidaten richten (wir berichten noch).