Schönwald Training für Nachwuchs-Skispringer: Olympiasieger Jäkle kennt keine Ferien

Der Schonacher trainiert mit Begeisterung den heimischen Nachwuchs der Skispringer an den Schülerschanzen in Schönwald.

Hansjörg Jäkle wurde nach seinem Abschied aus dem Leistungssport Lehrer. Der einstige Mannschafts-Olympiasieger im Skispringen hat also eigentlich derzeit Ferien – wobei die Betonung auf eigentlich liegt. Denn „Jackson“, wie er noch immer genannt wird, hat sich das Training der jungen Skispringer in den Skiteams Schonach-Rohrhardsberg auf die Fahne geschrieben.

Dabei macht der Schonacher keine Unterschiede zwischen Spezialspringern oder Nordisch Kombinierern. Denn über den Bakken müssen beide. „Mittwochs treffen wir uns gegen 17 Uhr und am Freitag um 15 Uhr an den Schülerschanzen in Schönwald und dann feilen wir an der Sprungtechnik. Wenn die Jungs und Mädels zwei Wochen nichts machen, merkt man das einfach“, stellte er beim Abschlusstraining zum Sommer-Skispringen in Bad Peterstal-Griesbach fest. Dort wird er mit einem Rumpfteam antreten, der Rest seiner jungen Mannschaft ist noch in den Ferien.

Mia übt noch im Auslauf der Jugendschanze in Schönwald mit Hansjörg Jäkle die Anfahrtshocke. Bruder Elias schaut zwar etwas skeptisch, aber Mama Anja Hermann zeigt sich begeistert von den Trainingsmethoden des einstigen Skisprungstars. <em>Bild: Hans-Jürgen </em><em>Kommert</em>
Mia übt noch im Auslauf der Jugendschanze in Schönwald mit Hansjörg Jäkle die Anfahrtshocke. Bruder Elias schaut zwar etwas skeptisch, aber Mama Anja Hermann zeigt sich begeistert von den Trainingsmethoden des einstigen Skisprungstars. Bild: Hans-Jürgen Kommert | Bild: Hans-Jürgen Kommert

Ganz neu im Sprungteam sind Elias und Mia aus Vöhrenbach. Während Elias, der ältere Bruder, schon über einen Bock im Auslauf springt, traut sich Mia noch nicht so ganz, obwohl beide ein leuchtendes Vorbild haben: Ihr Groß-Cousin heißt nämlich Fabian Rießle, erzählte Mias Mama Anja Hermann. Mia ist mit ihren sechs Jahren noch nicht bereit, sich dem Sprung zu stellen, sie übt noch eisern die Anfahrtshocke, die sie aber schon sehr gut drauf hat, wie ihr Trainer ihr auch auf einem Handy-Video zeigt. Die Mama hat einiges zu tun – die Sprungski der Kinder müssen den Buckel hochgetragen werden.

Jäkle ist sicher, dass Mia das in den nächsten Wochen packen wird, außerdem habe sie ja Zeit. Dazwischen springen immer wieder auch die älteren Sportler, die schon einige Sprünge hinter sich haben, wie Leon Dold oder Tom Feser. Denn eines wollen sie alle: in Griesbach nicht hinterher springen. „Wir würden uns wirklich freuen, wenn wir für unsere tolle Truppe noch den einen oder anderen Springer begeistern könnten“, erzählt Jackson. Wer Interesse habe, könne einfach zum Training, zum Schauen und Mitmachen kommen.

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