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Schönwald Ferienland Schwarzwald vergibt Zertifikat

Mit einem Gütesiegel für Lebensmittel sollen Touristen und Einheimische auf die Direktvermarkter der Region aufmerksam gemacht werden. Als Kennzeichen soll das Siegel Bollenhut und Kuckuck tragen.

Schönwald/Schonach – Das Ferienland Schwarzwald will die Direktvermarkter seiner Mitgliedsgemeinden St. Georgen, Furtwangen, Schonach und Schönwald stärken. Das erklärte Geschäftsführer Julian Schmitz in einer Versammlung in der Schönwälder Uhrmacher-Ketterer- Halle, zu der trotz Einladung nur wenige Erzeuger heimischer Produkte kamen.

„Die Direktvermarktung von Regionalität soll einen neuen Stellenwert bekommen“, so Julian Schmitz, der seit 2012 das Ferienland leitet. „Uns ist es wichtig, regionale Produkte in den Mittelpunkt zu stellen“, erläuterte er. Dazu solle nun bis zum Sommer eigens ein Siegel geschaffen werden, das Landwirte und heimische Lebensmittelproduzenten auf ihre Waren drucken dürften.

„#ehrlich schwarzwald 100 Prozent regional“ soll auf dem Lebensmittelzertifikaten stehen, die das Ferienland vergeben will. Zudem zieren ein roter Bollenhut sowie die Umrisse eines Kuckucks den Sticker. „Uns geht es darum, etwas zu schaffen, das Gäste und Einheimische darauf hinweist, was regional ist“, führte Schmitz weiter aus.

Doch damit man auch wisse, woher genau Produkte, wie Speck, Schinken, Käse und Co., kommen, bedürfe es einer eigenen Internetseite sowie einer Broschüre, die sowohl allen Touristen wie auch den Einheimischen zugänglich gemacht werden solle. Sie soll sowohl Informationen zum Produkt eines Hofes als auch eine Hintergrundgeschichte zum Produktionsort enthalten. Gut vorstellen kann sich Schmitz an dieser Stelle zum Beispiel eine Sage, wie der Ferienland-Geschäftsführer vorschlug.

Im Netz wolle man eine weitere Informationsmöglichkeit bieten, die ausführlicher als die Broschüre über Produkt und Erzeuger mithilfe von Bildern und anderen Werbemitteln unterrichtet. Auch wird man darin nachlesen können, wo das Produkt erworben werden kann. „Wir wollen eine Plattform sein, die Vernetzer ist zwischen Konsumenten und Produzenten“, sagte Schmitz. Ziel sei es zudem, auch Gastronomen dazu zu bringen, regional einzukaufen. Das Ferienland hofft außerdem, mit seiner Aktion die Kaufkraft in seinen Mitgliedsgemeinden zu verbessern. Vize-Geschäftsführer Hans-Peter Weis erläuterte, dass bisher 17 Bauernhöfe als Direktvermarkter beim Ferienland verzeichnet seien, die zum Teil auch schon in der Vergangenheit Betriebsbesichtigungen für Touristen angeboten hätten. Allerdings sei die Anzahl in den vergangenen Jahren zurückgegangen. „Trotzdem hoffen wir, dass wir wieder viele Besichtigungen anbieten können“, so Weis.

Julian Schmitz bedauerte, dass nur drei Direktvermarkter zu dem Treffen kamen und betonte, dass für die beteiligten Hofbesitzer keinerlei Kosten anfielen. „Es kann nur Gewinner geben“, appellierte der Geschäftsführer. Zumal das Ferienland Schwarzwald eine Region sei, die sich ideal für ein solches Projekt eigne. „Wir freuen uns auf dieses Projekt, nichts passt zum Schwarzwald besser als ein Bauernhof und regionale Produkte“, resümierte Schmitz.

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