Die Resonanz hierauf ist bisher durchweg positiv. Manfred Fattler, Sprecher der Initiativgruppe, spricht von vielen Schreiben, E-Mails und persönlichen Kontakten, die der Gruppe zeigen, dass sie das Richtige tun und dass ihre Arbeit gut ankommt.
Als neues Projekt haben sie sich nun des Buswartehäusles an der Bushaltestelle „Inselklause“ angenommen. Dieses stand zuletzt krumm und schräg auf seinem Fundament, das Dach war nicht mehr dicht, die Sitzmöglichkeiten waren stark eingeschränkt und das Innere lud auch nicht mehr wirklich zum Verweilen ein. „Es ist dringend renovierungsbedürftig“, betonte Hans Göppert, der sich das Häusle im Vorfeld angeschaut hatte. „Die Balken, auf denen es steht, sind morsch, die Verkleidung innen bröckelt aus und es gibt einfach viel zu tun.“ Also stellte die Firma Holzbau Göppert zunächst einmal das Holz zur Verfügung, um die morschen Teile auszutauschen. Fast ein Dutzend Helfer fand sich zum ersten Arbeitseinsatz ein und richtete das Häusle wieder gerade hin. Mit Manneskraft und kräftigem Drücken ging es der total aus dem rechten Winkel herausgedrehten Seitenwand an den Kragen, bis sich das Wartehäusle nun wieder in einem waagerechten Zustand befand.
Eine schöne Geste am Rande der Aktivitäten: Ein Nachbar sah die freiwilligen Helfer und kam direkt mit einem Kasten Sprudel vorbei. „Diesen ehrenamtlichen Einsatz muss man würdigen, und wenn es nur mit einer flüssigen Erfrischung ist“, meinte der Anwohner. „Genau das sind die Gesten, die uns in unserer Arbeit bestärken“, betonte Manfred Fattler im direkten Anschluss.
Jetzt, da das Häusle wieder gerade steht, kann es an das Dach und die Innenverkleidung gehen. Die meisten, die beim Arbeitseinsatz dabei waren, zeigten sich schon etwas geschockt über den verwahrlosten Zustand des Häusles. „Es wundert uns schon, dass hier nicht schon früher etwas gemacht wurde.“ Aber genau deshalb haben sie sich zusammengetan. Hand in Hand gehen die Renovierungsarbeiten voran. Es ist daran gedacht, auch einen gescheiten Boden in das Wartehäusle zu legen, damit man wegkommt von dem dreckigen und oft nassen Boden.
Die Arbeiten der Initiativgruppe kommen daher dieses Mal besonders auch den Kindern aus dem Außenbezirk zugute, die bei Wind und Wetter dort warten, bis der Bus sie abholt. Gleichzeitig profitieren davon natürlich auch alle Anwohner, die mit dem Bus fahren oder aber auch Gäste und Wanderer, die sich ab und zu dort unterstellen.
Insgesamt wird der Arbeitsaufwand auf 70 bis 80 Stunden geschätzt. Die Kostenschätzung von Hans Göppert beläuft sich auf rund 1000 Euro. Manfred Fattler hatte hierfür in der jüngsten Zusammenkunft der Initiativgruppe grünes Licht gegeben. „Das Geld werden wir irgendwie zusammenbekommen“, so der Sprecher der Gruppe. Auch Gemeinderat Adalbert Oehler, der bei der Sitzung der Aktivgruppe anwesend war, stimmte dem zu und meinte: „Das ist allemal günstiger, als es komplett abzureißen und was Neues zu bauen.“
Das Wartehäusle ist aktuell aber nicht das einzige Thema, das angegangen wird. Im Bereich der „Bux“ wurde das Geländer gestrichen, das sich in der Verbindung vom Landschaftspark in Richtung Wanderweg zur Inselklause befindet. Es nimmt die Farben der Geländer im Dorf auf und gibt damit ein einheitliches Bild wieder. „Wir haben noch viel vor uns“, betont Manfred Fattler, der aber insbesondere bei der Bereitschaft der vielen freiwilligen Helfer künftigen Projekten positiv entgegen- blickt. „Wenn das so weitergeht, dann können wir in Schönwald noch viel bewegen“, so die rosigen Aussichten des Sprechers der Initiativgruppe.
