Mein
 

Leser sind betroffen von Chicos Schicksal

Wieso musste der Familienhund Chico sterben? Welche Version stimmt: Die des Jägers, nach der der Hund wilderte? Oder ist die Aussage der Frau richtig, dass Chico mit einem Reh verwechselt wurde? Die suedkurier.de-Leser zeigten sich über den Vorfall betroffen.

Familienhund Chico.
Familienhund Chico. | Bild: Privat

Was passierte, bevor die tödlichen Schüsse auf den rehbraunen Familienhund Chico fielen? Ein Rätsel, das die Gemüter erhitzt. Bei einem Spaziergang im Bereich Bettlinsbad in Rottweil wurde der Hund getötet.

Die Leser von suedkurier.de diskutierten den Vorfall und zeigten sich betroffen von Chicos Schicksal.

Flex ist betroffen von der tragischen Geschichte des Hundes:
"Weshalb immer gleich erschießen? Der Jäger selbst äußert sich nur über seinen Anwalt der Presse gegenüber. Nach seinen Angaben sei erst ein Reh mit Kitz aufgetaucht und dann plötzlich der Hund, weswegen er einen Warnschuss abgegeben habe. Der Hund aber habe nicht reagiert, darum habe er gezielt auf ihn geschossen.
Die Hundebesitzer wiederum sind nach ihren eigenen Recherchen der Überzeugung, dass der Jäger ihren Hund angeschossen hat und in Panik in den Wald hineingelaufen sei. "Er hatte einen Streifschuss an der linken Schulter", sagt Hundebesitzerin Gabi Tingler. Sie seien den Spuren gefolgt und hätten im Schnee immer wieder blutige Stellen gefunden.
Dann müsse sich der Hund im Schock verkrochen haben und sei dann vom Jäger aus nächster Nähe erschossen worden. "Aus den Spuren geht klar hervor, dass mein Hund saß, als er ihn erschoss", sagt Gabi Tingler. Außerdem habe der Jäger später einer Bäuerin gegenüber gesagt, er habe den Hund mit einem Reh verwechselt... - hoffentlich bleibt diese bei ihrer Aussage!"

Almahar machte eine ähnliche Erfahrung wie Chicos Familie und kritisiert das Verhalten der Waidmänner:
"Jäger knallen doch alles ab, was ihnen vor die Flinte kommt, ich kann ein Lied davon singen. Unsere Katze wurde auch von einem Jäger erschossen. - Sein Kommentar: Katzen wildern und sind eine Gefahr für den Wald. Jede Katze die er sieht wird von ihm erschossen."

Checkitout prangert die Hundehalter an, die nicht in der Lage sind, ihre Vierbeiner anständig zu erziehen: "Ich jogge lieber im Wald, weil dort Hunde normalerweise an der Leine zu führen sind; außer sie gehorchen aufs Wort, selbst wenn ein Jogger vorbeiläuft. Nach meiner Erfahrung sind das die wenigstens Hunde. In Wald und Flur trifft man deswegen normaler nur Jagdhunde oder Hütehunde und die hören auf Herrchen oder Frauchen (Ausnahmen bestätigen leider die Regel).
Wenn der angeschossene Hund tatsächlich alleine im Wald unterwegs war, hat das mit dem "gehorchen" wohl nicht funktioniert, sprich Herrchen oder Frauchen haben ihr Tier falsch eingeschätzt und nun ist das arme Tier tot. Statt auf den Jäger zu schimpfen sollten Herrchen oder Frauchen beim nächsten Hund besser überlegen, ob sie ihn wirklich in freier Wildbahn frei laufen lassen können. Normalerweise solllte der intelligentere Teil des Mensch-Hunde-Gespanns an der Seite der Leine sein, welches die kleinere Schlinge hat."

Schlawiner hält sich in seinem Kommentar neutral, sieht es allerdings schwierig, den Jäger zur Verantwortung zu ziehen:
"Meines Wissens ist im Landesjagdgesetzt nirgens davon die Rede, dass Hunde im Wald an der Leine zu führen sind. Sie müssen lediglich auf Kommandos hören, also herkommen....Leider steht hier Aussage gegen Aussage.... Ich bezweifle aber, dass der Jäger mit irgendeiner Konsequenz zu rechnen hat. Dies war in vergangenen Fälle auch nie der Fall...."

Flex kennt Fälle, in denen die Waidmänner verurteilt wurden und verweist auf diverse Foren: "Doch, auch Jäger wurden schon verdonnert, weil sie angelich wildernde Hunde erschossen haben."

X-file zeigt sich sehr betroffen und versteht die Hundehalter, die ihren Lieblingen auch mal Auslauf gönnen: "Mir war ja schon immer suspekt, wie man Tiere-abknallen als "Hobby" betreiben kann. Der Hund sieht nicht gerade wie eine reißende Bestie aus. Und wie ein Reh erst recht nicht. Abgesehen davon: Irgendwo müssen Hundebesitzer (nein, ich habe keinen Hund) ihre Tiere auch mal laufen lassen. In der Stadt ist es nicht erwünscht, in Grünanlagen nicht, ja, wo denn dann? Tut mir sehr leid für die Besitzer, ein Tier so zu verlieren, ist mehr als übel. "

derposchtler äußert sich negativ über die Herrchen, die ihren Hund aus den Augen lassen: "Bin auch der Meinung, dass ein alleinlaufender Hund nirgendwo etwas verloren hat.Weder im Wald noch im Stadtgebiet. Der Besitzer sollte immer in unmittelbarer Nähe sein. Bin selbst Hundebesitzer und lasse meinen " Tempramentsbolzen " auch auf den Feld/im Wald von der Leine. Er gehorcht mir aber aufs Wort. Wir sind schon durch ´Schaafsherden gelaufen, er stand schon ca. 3 Meter Auge in Auge mit einem Rehkitz gegenüber - da passiert gar nix. Solange ich dabei bin!! Ich würde aber nie meinen Hund im Wald aus den Augen lassen. Ganz unschuldig ist die Hundebesitzerin in meinen Augen nicht. Tragisch für das Tier - es kann ja nichts dafür." 

Lesen Sie alle Kommentare und Hintergründe.

Regionale Produkte von Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein auf SÜDKURIER Inspirationen. Gleich Newsletter abonnieren und sparen!
Erlesene Bodenseeweine jetzt bei SÜDKURIER Inspirationen!
Korrekturhinweis
Neu aus diesem Ressort
Rottweil
Rottweil
Rottweil
Rottweil
Rottweil
Die besten Themen
Kommentare (11)
    Jetzt kommentieren