Weitgehend unbemerkt von der Bevölkerung spielte sich dabei ein Drama ab, das man in Niedereschach so eigentlich nur aus dem Fernseher oder vom Hörensagen kennt. Die gerettete Frau war akut gefährdet, berichtete Bürgermeister Martin Ragg am Montagabend im Niedereschacher Gemeinderat.
Ragg dankte dabei den vielen helfenden Nachbarn und den im Einsatz befindlichen Mitgliedern der Feuerwehr und allen beteiligten Rettungskräften. Die Wohnung, so Ragg, sei unbewohnbar.
Die betroffene Frau und ihre Lebenspartner konnten in einer Wohnung bei ihrer Tochter in Niedereschach untergebracht werden. Bis die total verwüstete Wohnung wieder bewohnbar ist, wird es wohl einige Monate dauern. Auch einige Nachbarhäuser am Ammelbach waren betroffen. Dort wurden jedoch lediglich Keller überflutet, wobei jedoch auch dort Sachschaden entstanden ist.
Der Sohn der betroffenen Frau berichtete, dass nach einem schweren Gewitter die Wassermassen in von ihm nicht gekannter Schnelligkeit in kürzester Zeit heranbrausten und in die Wohnung eindrangen. Seine in der Küche befindliche Mutter wollte noch die Türe zur Wohnung öffnen um sich in Sicherheit zu bringen, schaffte es aber wegen des durch das Wasser verursachten Gegendrucks nicht mehr, die Türe zu öffnen.
Als das Wasser bereits durch das Schlüsselloch in die Küche eindrang, habe die Mutter bemerkt, wie ernst die Lage ist und um Hilfe gerufen. Nur über das Küchenfenster sei es möglich gewesen, die Mutter noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr zu retten. Die Wehr pumpte anschließend die Wohnung noch leer.
