Ein 16-jähriger wollte anlässlich seines Geburtstages am Freitagabend in Niedereschach in der Ifflinger Straße eine Party veranstalten "und lud hierzu einige (viele) „Freunde“ über das soziale Netzwerk „Facebook“ ein", so ein Polizeisprecher wörtlich. Von ca. 300 eingeladenen Personen hatten bereits knapp 100 ihre Teilnahme zugesagt. Als Party-Örtlichkeit sollte das Haus des Jugendlichen dienen, während seine Mutter im Auslandsurlaub verweilt.
Da die Polizei jedoch von der Veranstaltung Kenntnis erlangte, besuchte eine Streife des Polizeireviers Villingen - uneingeladen - die Party, als diese gerade erst begonnen hatte. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits 28 Personen vor Ort. Die von der Polizei telefonisch verständigten Eltern wussten von der Party nichts und untersagten ihrem Junior umgehend die Durchführung des Festes.
Im weiteren Verlauf kamen weitere 55 Jugendliche im Wohngebiet an auf der Suche nach der Party. Allesamt mussten von der Polizei wieder abgewiesen werden und ihren Heimweg durch den kühlen Niedereschacher Nieselregen antreten. Seitens der Polizei erfolgt auch in diesem Fall eine Prüfung, inwieweit die Einsatzkosten- 48 Euro pro Beamter pro Stunde - in Rechnung gestellt werden können. Dies teilte am Samstag ein Sprecher der Polizeidirektion mit.
Fast eine Milliarde Menschen tummelt sich weltweit in Facebook, 25 Millionen Deutsche nutzen das soziale Netzwerk, das Mark Zuckerberg gegründet hat. In rund acht Jahren hat Facebook es von einem Studenten-Projekt zum Milliarden-Unternehmen geschafft. Doch das soziale Netzwerk steht auch in der Kritik.
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