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Niedereschach Lausbuäbä heizen wie die Weltmeister

10.09.2012
Niedereschach -  Um 12.06 Uhr gab Daniel Lipp gestern per Funk durch: „Rennende“, teilte er seinen Kollegen vom Organisationsteam mit. Nach 17 ¾ Stunden endete damit das siebte Fischbacher Mofarennen, bei dem der SÜDKURIER Medienpartner war.Erster wurden mit 322 Runden die Lausbuäbä aus Königsfeld.

Drei, zwei, eins: So schnell wie möglich müssen die Fahrer zu ihren Mofas rennen, um eine möglichst gute Ausgangsposition für das Fischbacher Mofarennen zu erhalten. Die Zuschauer verfolgen gespannt das Spektakel.  Bild: Jakober

Nach 17 ¾ Stunden ist man bei der Wahl des Schlafplatzes nicht mehr wählerisch.

Daniel Lipp schwenkt für jeden der 50 Mofafahrer extra die Zielfahne.

Vor dem Rennen wird jedes Mofa kontrolliert, ob es den Regeln entspricht.

Nicht nur die Zuschauer genießen die sommerlichen Temperaturen: Das Team Ravioli Jokers startet ziemlich leichtbekleidet.  Bild: Bantle

Wer sein Mofa liebt, der schiebt: Die Haarigen schaffen es mit dieser kurzfristigen Taktik immerhin auf das Siegerpodest.

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„Wir hätten nie gedacht, dass wir gewinnen“, sagte Klaus Epting, als er gemeinsam mit Christian Albrecht, Patrick Redmann, David Patsch und Urs Weisser den Siegerpokal in Empfang nahm. Erst am Freitagabend war das Team mit dem Mofa fertig geworden. „Eingefahren haben wir es hier im Training“, verrät Epting. Immer mal wieder hatte das Team geschraubt, schließlich wurde das Mofa komplett neu aufgebaut. „Aber so richtig angefangen haben wir erst Anfang August.“

Und warum haben die Lausbuäbä nun gewonnen?

„Wir hatten keinen Defekt und konnten konstant durchfahren“, so Epting. Am härtesten war die Zeit zwischen 3 und 5 Uhr am Morgen, als es so richtig kalt war und keiner mehr wollte. „Wir haben uns gegenseitig motiviert“, sagt Epting. Durchhalten war die Parole. Klaus Albrecht leistete mit seiner kulinarischen Versorgung einen Beitrag für den Lausbuäbä-Sieg.

Stellenweise lieferten sich die Königsfelder einen heißen Kampf mit dem Team Reiherheinz, die mit einem großen Fan-Club nach Fischbach gekommen waren. „Gegen morgen haben die noch einmal richtig Gas gegeben. Irgendwann hatten wir nur noch drei Runden Vorsprung“, sagt der Teamchef der Lausbuäbä. Aber wie das nun einmal so ist: Keiner ist vor einem technischen Defekt sicher und die Reiherheinz verloren in der Box wertvolle Zeit. Am Ende hatten sie 15 Runden weniger und mussten sich mit dem zweiten Platz zufrieden geben.

Und auch die Haarigen schafften es wieder auf das Podium. Das Team der ersten Stunde hatte es 2010 mit dem zweiten Platzen zum ersten Mal auf das Podium geschafft. Nun wurden sie Dritter. Die Ansage für 2014 steht schon. Da wollen die Haarigen nach einem dritten und einem zweiten Platz auch einmal ganz oben stehen.

Daniel Lipp vom Organisationsteam ist mit dem Verlauf des Mofarennens mehr als zufrieden: „Es war ein fantastisches Wochenende.“ Die Organisation einer solchen Veranstaltung könne niemals eine Einzelleistung sein. „Es ist ein großartiges Team, das vor dem Rennen viele Stunden zusammensitzt, um zu planen und zu organisieren.“

17 3/4 Stunden Mofarennen in Fischbach

Bei den "17 3/4 Stunden von Fischbach", dem wohl bekanntesten Mofarennen Süddeutschlands, gehen zahlreiche Rennteams an den Start. Die Anmeldelisten sind innerhalb kürzester Zeit voll, etliche Nachrücker stehen auf den Wartelisten. Aus einer Idee, die im Jahr 2001 entstanden ist, wurde eine etablierte Veranstaltung für Zweiradfahrer.

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