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Niedereschach

Fünf Bewerber wollen ins Rathaus

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Den Februar hat von ihnen keiner mehr gebraucht: Obwohl noch Zeit gewesen wären, hat sich nach Guido Rothfuß (29. Januar) kein Kandidat mehr für die Bürgermeisterwahl in Niedereschach am 7. März beworben. Gestern um 18 Uhr war Abgabeschluss. Damit steht fest: Fünf Kandidaten gehen ins Rennen um die Nachfolge des langjährigen Amtsinhabers Otto Sieber.

Wahlleiter Jürgen Lauer (links) und Bürgermeister Otto Sieber werfen einen letzten Blick in den Briefkasten am Niedereschacher Rathaus. Zum Ende der Bewerberfrist für die Bürgermeisterwahl gestern Abend hat aber kein weiterer Kandidat seine Unterlagen eingeworfen.
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Niedereschach – Jürgen Lauer, Wahlleiter und Schriftführer des Gemeindewahlausschusses, wagte gestern Abend um Punkt 18 Uhr einen letzten Blick in den Rathausbriefkasten. Dort fand sich zwar ein Brief, den eine unbekannte Person wenige Momente vorher eingeworfen hatte. Die Spannung, ob es einen sechsten Bewerber geben würde, verflog jedoch im Nu: Es handelte sich lediglich um einen Antrag auf eine Lohnsteuerkarte.

Damit steht fest: Fünf Bewerber gehen am Sonntag, 7. März ins Rennen um den Posten des Niedereschacher Bürgermeisters. Die Gemeinde mit ihren 5860 Einwohnern kann sich rühmen, derart viele Menschen für die Wahl zum Schultes motiviert zu haben. Zum Vergleich: In der Stadt Blumberg (10 423 Einwohner) war im Oktober mit dem Bad Dürrheimer Kurgeschäftsführer Markus Keller lediglich ein Bürgermeisterkandidat ins Rennen gegangen.

Gut gelaunt zeigte man sich gestern Abend nach Bewerbungsschluss auf dem Niedereschacher Rathaus in der Villinger Straße 10. „Wir hatten die vorliegenden Bewerbungen ja schon auf etwaige Mängel überprüft – und bereits da festgestellt, dass alles fristgerecht und vollständig eingereicht wurde“, erklärte Jürgen Lauer. Auch den Blicken von Gernot Stärk und Konrad Asal, den zwei Beisitzern im Gemeindewahlausschuss, hielten die Bewerbungen um das Amt des Bürgermeisters stand. Da Niedereschach eine Gemeinde mit weniger als 20 000 Einwohnern ist, hatten die Kandidaten auch keine Unterstützerstimmen vorweisen müssen. „Sie sind alle wählbar und haben alle eidesstattliche Versicherungen abgegeben“, so Lauer.  

Nach 40 Jahren mit Otto Sieber an der Spitze der Verwaltung blicken die Niedereschacher nun gespannt dem Bürgermeisterwahlkampf entgegen. Fünf Amtsperioden zu jeweils acht Jahren lenkte der gebürtige Balinger die Geschicke der Gemeinde zwischen Villingen und Rottweil. Nun verabschiedet er sich in den wohl verdienten Ruhestand. Zur Verdeutlichung: Der 65-Jährige hatte die Geschicke Niedereschachs bereits im Jahr 1970, also sogar noch wenige Monate vor der Gemeindereform gelenkt. Die erste Eingemeindung erfolgte am 1. Dezember 1971, als Schabenhausen seine Selbstständigkeit verlor. Und noch ein Vergleich ist interessant: Als Otto Sieber Bürgermeister von Niedereschach wurde war Willy Brandt gerade ein Jahr als Bundeskanzler im Amt.

Nun blickt man in Niedereschach aber nach vorne: In der heutigen Sitzung des Gemeinderats (19 Uhr, Rathaus Niedereschach) werden nun die Details der öffentlichen Bewerbervorstellung geklärt. Diese ist auf Dienstag, 23. Februar, um 19 Uhr in der Eschachhalle terminiert. Hier haben die Bürger eine erste Möglichkeit, sich ein Bild von den insgesamt fünf Bewerbern zu machen. Die eigentliche Bürgermeisterwahl findet dann am Sonntag, 7. März statt. Sollte im ersten Wahlgang keiner der Bewerber die erforderliche absolute Mehrheit (mehr als 50 Prozent aller gültigen Stimmen) erhalten, findet am 21. März eine Stichwahl statt. Dann genügt die einfache, relative Mehrheit, um Nachfolger von Otto Sieber zu werden.

Auf dem Wahlzettel, auf dem die wahlberechtigten Bürger in den vier Teilorten der Gemeinde dann ihr Kreuzchen machen dürfen, tauchen die Namen der Kandidaten übrigens in der Reihenfolge der Abgabe ihrer Bewerbung auf. Als Erster hatte Ulrich Hargina seine Unterlagen auf dem Rathaus abgegeben (4. Januar, 11.20 Uhr), letzter Bewerber war Guido Rothfuß (29. Januar, 9.30 Uhr).

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