Mein
 

Niedereschach / Dauchingen / Königsfeld Fälle von Tierquälerei an Katzen häufen sich

Mehrere Katzen wurden in den vergangenen Tagen von unbekannten Tierquälern in Niedereschach, Dauchingen und Königsfeld mit dem Luftgewehr oder Messer attackiert. Die Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung, um den Tätern das Handwerk zu legen.

Hans Otto Wagner ist entsetzt. Am Vormittag des Ostermontags wurde sein schwarz-weißer Kater Flecki im Bereich mittlerer Römerweg/Keltenweg hinterhältig mit einem Luftdruckgewehr angeschossen. Das Geschoss traf den Kater unter dem linken Auge, wo es im Jochbein stecken blieb. Bei Flecki musste in einer Notoperation beim Tierarzt das Geschoss entfernt werden. Ob das Augenlicht erhalten bleibt, wird sich noch herausstellen.
 

Immer wieder glauben Tierhasser, so Wagner, dass sie durch einen Schuss ein Tier vertreiben können. Da aber dieses den Schuss und die Verletzung nicht mit Menschen in den Zusammenhang bringen kann, wird es immer wieder an der Stelle auftauchen. Insofern bringe ein solches zweifelhaftes und feiges Verhalten dem Menschen nichts, ärgert sich Hans Otto Wagner. Besser sei es, das Tier durch Lärm, Wasser oder chemische Duftmittel zu vertreiben. Dabei sollte das Tier den Menschen sehen. Daraus lerne es sehr schnell, dass es hier unerwünscht ist.

Die Tat, so Wagner, habe er selbstverständlich zur Anzeige gebracht und die Anwohner des Bereichs sind zu erhöhter Wachsamkeit angehalten. Verdächtige Schussgeräusche können bei der Polizei Villingen, Telefon 0 77 21/60 10 oder auf dem Rathaus Niedereschach gemeldet werden.

Auch in Dauchingen sind derzeit die Tierhalter alarmiert. Im Mühlweg wurde Kater Moritz wohl mit einem Luftgewehr in den Kopf geschossen, ebenso eine Nachbarskatze. Moritz trug eine Fleischwunde oberhalb des linken Auges davon. Bereits im Dezember 2013 wurde der nun 16-jährige Kater Opfer eines Tierquälers mit Luftgewehr.

Im Tonishofweg in Königsfeld wurde vor kurzem einer Bengalen-Kätzin der Schwanz abgeschnitten, das Tier überlebte die Attacke nicht. Dem Besitzer Martin Ketterer wurde sowohl von Tierärztin als auch Polizei bestätigt, dass dies nicht das Werk eines Tieres gewesen sein kann.

In all diesen Fällen haben sich die Tierhalter bei der Polizei gemeldet und Anzeige erstattet. Das sei nach dem Gang zum Tierarzt der richtige nächste Schritt, erklärt Michael Aschenbrenner von der Polizei. Denn so können die Beamten feststellen, ob sich in einem Gebiet die Vorkommnisse häufen, was wiederum bei den Ermittlungen helfe. Auch Hinweise aus der Nachbarschaft seien sehr wichtig.

Für eine Druckluftwaffe mit einer Mündungsenergie bis 7,5 Joule benötigt man in Deutschland keinen Waffenschein, aber erlaubt ist das Schießen nur innerhalb des eigenen Grundstücks. Das Tragen in der Öffentlichkeit ist verboten. Wer ein Haustier absichtlich verletzt, begeht Sachbeschädigung und verstößt gegen das Tierschutzgesetz, informiert die Polizei.

 

Hinweise zu den Fällen von Tierquälerei nimmt die Polizei Villingen, unter der Telefonnummer 0 77 21/60 10, an.

Exklusive Lieblinge aus unserer limitierten SEEStück-Kollektion für echte See-Liebhaber jetzt auf SÜDKURIER Inspirationen entdecken!
Mehr zum Thema
Polizeimeldungen aus der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg: Aktuelle Polizeimeldungen, Bilder und Videos aus der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg.
Wahre See-Liebe – Neue SEEStücke auf SÜDKURIER Inspirationen!
Korrekturhinweis
Neu aus diesem Ressort
Niedereschach
Niedereschach
Niedereschach
Niedereschach
Niedereschach
Die besten Themen
Kommentare (0)
    Jetzt kommentieren