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Niedereschach Er wertet 550 Fragebogen zum Thema Energie aus

10.02.2012


– 550 Niedereschacher haben den Fragebogen zum Thema Energie beantwortet. Alle ausgefüllten Blätter hat sich Andreas Meyer im Rathaus genau angeschaut.

Er ist für die Erfassung der Antworten zuständig und „so gut wie fertig“ mit der Arbeit. Nach dem Überprüfen, ob beispielsweise die Werte für den Energieverbrauch stimmen können, hat er alle Daten in den Computer eingegeben. „Wenn man mal eingearbeitet ist, dann geht das auch relativ schnell“, sagt Andreas Meyer.

Als nächstes soll ein Energiekataster aufgestellt werden. Es sei damit zu rechnen, dass die Gemeinde in ungefähr zwei Wochen die Daten aus dem Geoinformationszentrum habe. Auch die Bürgerenergie Niedereschach (Ben) soll von den Daten profitieren. Jedoch wird hier nochmals gefiltert. „Ich muss schauen, welche Daten ich rausgeben darf“, sagt Andreas Meyer. In den kommenden Tagen will er damit jedoch auch fertig sein. Dann erhält die Ben die Auswertung.

Dort wartet man schon gespannt auf die Ergebnisse. Dass die Niedereschacher Bürger sich für das Thema Energie interessieren, ist seit der Informationsveranstaltung nicht mehr von der Hand zu weisen. „Wir hatten wirklich einen unerwartet hohen Zuspruch aus der Bevölkerung“, freut sich Bürgermeister Martin Ragg. Auch bei der Ben ist man zufrieden. Nicht nur innerhalb von Niedereschach beeindruckt das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder. „In Bad Dürrheim schaut man mit glänzenden Augen nach Niedereschach“, sagte Walter Pankoke, der unlängst zu einem Vortrag über Windenergie in der Kur- und Bäderstadt war.

Alwin Rist werde demnächst den Bad Dürrheimer Arbeitskreis „Energiewende“ über die Bürgerenergie informieren. Viele Fragen haben die Bad Dürrheimer: Wie wurde das damals in Niedereschach gemacht? Wie konnte die Bevölkerung für das Thema mobilisiert werden? Wie funktioniert das alles mit dem ehrenamtlichen Engagement? Man will von den Niedereschacher Erfahrungen profitieren.

Als Nächstes steht auf der Ben-Arbeitsliste die Auswertung der Umfrage-Ergebnisse. Die Daten sollen als Grundlage für einige Entscheidungen im Bezug auf die geplante Hackschnitzelanlage dienen. „Wir werten beispielsweise aus, wie viel Energie mit Öl, Gas oder Strom verbraucht wird“, erklärt Walter Pankoke. Diese Daten könnten über die Größenordnung der Anlage entscheiden. Auch der Standort der Anlage könnte sich unter Umständen noch ändern. Aktuell wird noch von einem Niedereschacher Standort ausgegangen. „Es kann jedoch auch sein, dass wir in zweiter oder sogar in erster Linie eine solche Anlage in einem Ortsteil realisieren“, sagt Pankoke. Genaueres könne man jedoch erst sagen, wenn die Daten ausgewertet sind.

Dann soll es auch wieder eine Informationsveranstaltung für die Niedereschacher Bürger geben, bei der sie auf den aktuellen Stand im Bezug auf die Hackschnitzelanlage gebracht werden.

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