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05.09.2012  |  von Stephanie Jakober  |  0 Kommentare

Niedereschach 50 Teams messen sich beim 17 ¾ Stunden-Mofarennen

Niedereschach -  Es ist so weit: Am Wochenende beginnt das Fischbacher Mofarennen.

Es ist so weit: Am Wochenende werden die Felder von Fischbach wieder zur Mofapiste. Am Samstag starten 50 Teams bei den 17 ¾ Stunden von Fischbach.  Bild: ArchivBantel

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1065 Minuten müssen die Mofas am Wochenende durchhalten. Dafür schrauben die Teilnehmer beim siebten Mofarennen, das am Wochenenden in Fischbach stattfindet, bereits seit Monaten. Am Samstag um 18.15 Uhr fällt der Startschuss und dann müssen die 50 Teams 17 ¾ Stunden über die Felder von Fischbach fahren. Der SÜDKURIER begleitet die Veranstaltung als Medienpartner.

Doch alles ist bei weitem für die Teilnehmer nicht erlaubt. „Es muss auf jeden Fall ein Mofa sein“, sagt Bastian Nickolmann, der beim Mofarennen gemeinsam mit fünf anderen die Mofas überprüft und ein Auge darauf haben wird, dass alle Regeln eingehalten werden. Selbst schraubt er seit seiner Jugend an Mofas. Es ist sein Hobby und er kennt sich bestens aus, kennt die Kniffe und Tricks. Sein Steckenpferd: Die Marke Hercules. Eine seiner Maschinen hat sogar einmal ein T-Shirt für das Mofarennen geschmückt.

Die Teams müssen also mit dem Mofa fahren und dürfen nicht mit einem Roller oder einem Moped starten. Auch sonst gibt es einige Regeln, die die Teilnehmer beachten müssen. Der Hubraum des Motors darf nicht mehr als 49 Kubikzentimeter betragen – auch schneller als 50 Stundenkilometer darf die Maschine nicht fahren.

Damit niemand schummelt, wird jedes Mofa einzeln vor dem Rennen kontrolliert. „Wir haben einen extra Prüfstand“, sagt er. Dort wird die Maximalgeschwindigkeit des Mofas unter Belastung kontrolliert. Ebenfalls die Lautstärke, denn auch hier gibt es eine Beschränkung. Im Durchschnitt müssen zehn Teams nach der Kontrolle noch einmal ans Werk. „Oft sind es aber nur Kleinigkeiten, wie beispielsweise ein Licht, das nicht funktioniert.“

Während der Rahmen des Mofas ein Original sein muss, dürfen Gabel, Schwinge und Sattel von einem anderen Kraftrand stammen. So rüsten viele Teilnehmer ihre Maschinen mit Federn aus dem Motorcross-Sport aus. Auf den Feldern von Fischbach durchaus empfehlenswert. „Beim allerersten Rennen bin ich noch selbst mitgefahren – mit einem stinknormalen Mofa. Es war ziemlich herb“, erinnert sich Bastian Nickolmann an die Premiere, die im Jahr 2001 stattgefunden hat. Heute fährt kaum ein Team mehr ohne besondere Federn oder sonstige Umbauten.

Im Laufe der Jahre haben auch der Jugendclub Fischbach und die Guggämusik ,,Ohrwürmer", die die 17 ¾ Stunden von Fischbach gemeinsam organisieren, auch die Regeln immer mehr verfeinert. „Streng sind sie eigentlich nicht, wenn man sich daran hält“, so Nickolmann. Jedoch wurden Rennen um Rennen neue Erfahrungen gesammelt – mittlerweile darf man beispielsweise nicht mehr mit einem Beiwagen an den Start gehen. Bei einem Rennen mussten die Verantwortlichen einmal ein solches Gefährt starten lassen. „In den Regeln stand nicht, dass das verboten ist“, erinnert er sich. Zwar nahm das Team außer Konkurrenz teil, die anderen Fahrer waren trotzdem nicht ganz glücklich, weil sich das Gespann als Hindernis beim Überholen erwies.

Übrigens: Nach der Abnahme noch einmal am Mofa regelwidrig etwas zu ändern, ist nicht empfehlenswert. „Wir können jederzeit ein Mofa von der Strecke holen und es kontrollieren.“ Schließlich gibt es eine gewisse Rundenzeit die nicht überschritten werden sollte. Ist ein Mofa schneller, steht fest, dass die Maschine mit mehr als 50 Kilometern in der Stunde unterwegs ist.

17 3/4 Stunden Mofarennen in Fischbach

Bei den "17 3/4 Stunden von Fischbach", dem wohl bekanntesten Mofarennen Süddeutschlands, gehen zahlreiche Rennteams an den Start. Die Anmeldelisten sind innerhalb kürzester Zeit voll, etliche Nachrücker stehen auf den Wartelisten. Aus einer Idee, die im Jahr 2001 entstanden ist, wurde eine etablierte Veranstaltung für Zweiradfahrer.

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