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Mönchweiler Viktor Renner kam in Mönchweiler zur Welt

05.02.2009


Mönchweiler (put) In Mönchweiler ist eine Straße nach ihm benannt und auch in Chroniken zur Landespolitik taucht sein Name immer wieder auf.

Die Gemeinde Mönchweiler hat zu Viktor Renner einen besonderen Bezug, denn er wurde am 31. Dezember 1899 als Sohn des evangelischen Pfarrers und seiner Frau in der Gemeinde geboren. Schon im Kindergarten in Mönchweiler wurde er, so die Erzählungen älterer Generationen, der „rote Viktor“ genannt, weil er gegen jede Art von Ungerechtigkeit rebellierte.

Nach dem Abitur 1917 am Gymnasium in Bruchsal nahm er bis Ende 1918 als Soldat am ersten Weltkrieg teil. 1919 kehrte er aus englischer Kriegsgefangenschaft heim und nahm anschließend ein Studium der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften in Tübingen und Heidelberg auf. 1928 wurde er zunächst Amtsrichter und 1937 Landgerichtsrat am Landgericht in Tübingen. Für nur gut einen Monat wurde er 1939 zum Heeresdienst in einer Landesschützenkompanie einberufen. Nach dem Ende des Krieges wurde er 1945 kommissarischer Oberbürgermeister und Landrat seiner zwischenzeitlichen Heimatstadt Tübingen.

Dies war der Beginn der politischen Karriere Viktor Renners, der bereits in der Weimarer Republik in die SPD eingetreten war. Vom 9. Dezember 1946 bis zum 25. April 1952 amtierte er als Innenminister des Landes Württemberg-Hohenzollern. 1947 wurde er in den Landtag Württemberg-Hohenzollerns gewählt. Nach der Bildung des „Südweststaates“ Baden-Württembergs am 25. April 1952 wurde Renner erneut als Landtagsabgeordneter gewählt und als Justizminister in die von Ministerpräsident Reinhold Maier geleitete Landesregierung berufen.

1953 trat er aus Protest gegen die Verträge über die europäische Verteidigungsgemeinschaft von seinem Amt zurück. Drei Jahre später wurde er erneut Regierungsmitglied und am 9. Mai 1956 als Innenminister in die zunächst von Ministerpräsident Gebhard Müller und dann von Kurt Georg Kiesinger geführte Regierung berufen. Nach der Bildung einer Koalition aus CDU, FDP/DVP und GB/BHE schied er am 23. Juni 1960 aus der Landesregierung aus.

Dem baden-württembergischen Landtag gehörte er noch bis 1964 an. Viktor Renner starb am 21. April 1969 in Tübingen und wurde dort auch beigesetzt.

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