Mönchweiler (in) Sabine Roth, die erste Vorsitzende des Ortsvereins Mönchweiler, konnte am Sonntag viele altgediente Genossinen und Genossen der SPD zu einer kleinen Feierstunde begrüßen. Als Gastrednerin hatte sich die ehemalige Bundestagsabgeordnete Christa Lörcher eingefunden, die aufgrund des runden Geburtstages gerne zu den Mitgliedern sprach.
„Wir müssen uns wieder auf die traditionellen Aussagen und Werte, die man mit der Volkspartei SPD verbindet, konzentrieren“, so Christa Lörcher. Sie war als Gastrednerin zum 90. Geburtstag des SPD Ortsvereins Mönchweiler eingeladen worden und dieser Einladung gerne nachgekommen. Der Ortsverein sei so alt, wie das Frauenwahlrecht in der Bundesrepublik. Und sie greife dieses Ereignis gerne auf, beide Ereignisse seien nicht von selber entstanden, „sondern es waren immer Menschen mit Ideen und dem Bedürfnis, Veränderungen zum Wohl der Allgemeinheit herbeizuführen, daran beteiligt“, so die ehemalige Bundestagsabgeordnete zu den Gästen, die auf Einladung des SPD Ortsvereins in die Alemannenhalle gekommen waren. Wichtig sei, so Christa Lörcher weiter, dass man politisch bleibe und sich für seine Ideen und Ziele einsetze, ob organisiert in einer Partei oder durch bloßes gesellschaftliches Engagement zum Beispiel im Ehrenamt. Oder, wie sie sich immer wieder gerne erinnere, im vermeintlich Kleinen, wie die 10 Schülerinnen aus dem Villinger Römäusgymnasium, die im März 2003 für eine Demonstration gegen den Krieg der USA im Irak über 1000 Teilnehmer auf die Strasse brachten. Oder auch das Engagement in der von Armin Frank und anderen initiierten Generationenbrücke, die im Ort vieles an Aktivitäten in Gang gesetzt haben und erfahren durften, dass ihr ehrenamtliches Engagement Auswirkungen auch auf andere Kommunen in Baden-Württemberg hat.
Für die Mitgliedschaft in einer Partei stehe die im Grundgesetz verbürgte Mitwirkung bei der politischen Willensbildung, so Christa Lörcher weiter in ihren Ausführungen. Und die anstehenden Kommunalwahlen im Juni seien ein konkretes Beispiel für eine gute Art der Mitwirkung. In den Parteien werde nicht nur über Kandidaten entschieden, sondern auch über programmatische Schwerpunkte. Als ein gutes Beispiel, was man von der Basis aus bewirken könne, sehe sie auch das während der Regierungszeit von Bundeskanzler Schröder verabschiedete Gesetz für Erneuerbare Energien. Die Grundlagen für dieses Gesetz seien in vielen Parteiversammlungen schon an der Basis entstanden.