Löffingen Über 600 genießen Löffinger Barock-Rocknacht

Barockmusik trifft auf Rock-Klänge. Stadtmusik mit ungewöhnlichem Open-Air-Konzert.

Die Stadtmusik Löffingen mit Dirigent Thomas Epple ist für ihre symphonische Blasmusik auf höchstem Niveau, aber auch für ihre Experimentierfreudigkeit bekannt. Nun wagte sie ein Open-Air-Konzert im historischen Stadtkern mit Rock- und Musik der Barockzeit.

Das Publikum ließ sich hier nicht zwei Mal bitten und so strömten die Menschen und füllten den Platz vor dem Maienländer Tor. Noch am Nachmittag hatte es ordentlich geregnet und so hatten Stadtmarketingleiter Karlheinz Rontke, das Bauhofteam, die Musiker und Techniker bei der verkürzten Vorbereitungszeit Stress pur.

Von all dem spürten die rund 600 Zuhörer – so die Schätzung des ehemaligen Vorsitzenden Rudolf Gwinner – nichts. Sie warteten gespannt bis die Musiker, erstmals mit dem Jugendblasorchester und dem Trio der Rockband Michael Maier, Hannes Stehle und Rolf Riedlinger, auf der großen Bühne Platz nahmen.

"Mit diesem siebten Sommerkonzert vor dem Maienländer Tor bringt die Stadtmusik die Musik mitten ins Herz Löffingens und zeigt mit den Musikrichtungen aus unterschiedlichen Jahrhunderten ihre Klasse", sagte Bürgermeisterstellvertreter und Präsident des Blasmusikverbands Hochschwarzwald, Micha Bächle.

Schon der Beginn mit "Canzon septimi toni" von Giobanni Gabrieli war ein Spektakel des Blechbläserensembles. Von dieser barocken Sakralmusik ging es dann direkt zu Robbie Williams mit "Let me entertain you". Diese Unterhaltung war vom ersten bis zum letzten Ton gesichert und zeigte, wie faszinierend sich eine Rockband in ein symphonisches Blasorchester einbringen kann. Der stetige Wechsel zwischen Rock- und Barockmusik hatte seinen ganz besonderen Reiz und zeigte, dass die Zeit von damals keineswegs langweilig war. Ob der Kanon in D-Dur von Johann Pachelbe, oder Bach's Choral "Jesu bleibt meine Freude". Bei diesem bekannten Werk mit barocken Popelementen übernahm Anna-Lena Groß den Taktstock. Mit "Africa" von Toto und "Trumpet tune and air" zeigte die Stadtmusik ihre umfangreichen Möglichkeiten. Gut gelungen war auch "Saxes will Rock", hier konnte sich das Saxophonregister des Jugendblasorchester zeigen.

Alle Rockfans kamen bei "Latin Gold" oder dem Queen- und Genesis Medley "Symphonic Rock" auf ihre Kosten. Der Höhepunkt des Rockelements war sicherlich "Rock Classic" mit "Knock on Wood", "Smoke on the Water", "Eye of Tiger" oder auch dem BAP-Song "Verdammt lang her". "Bach ist so peppig wie BAP versprach Dirigent Thomas Epple bevor er die "Music for the Royal Fireworks" zündete.

Feuerwerksmusik

Schon fast traditionell gehört die Feuerwerksmusik von Händel zu den Open-Air-Konzerten der Stadtmusik. Ein Musikspektakel, welches mit dem Feuerwerk von Erich Kreuz und davor den Fackelträgern des Vororchesters einen ganz besonderen Reiz hat. Gänsehautfeeling und Staunen war hier angesagt. Im historischen Stadtkern ein solches Feuerwerk abzubrennen erfordert ein hohes Maß an Professionalität. Dieses Können zeigten auch die Musiker, die erst nach der zweiten Zugabe "Thank you fort the musik" von der Bühne durften. (pb)

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