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Dittishausen Spürhund soll kleinen Gabrijel vor schweren Herzanfällen schützen

Dittishausen – Vielfältig ist das Angebot an so genannten Therapiehunden. Im Löffinger Ortsteil Dittishausen soll demnächst ein ganz spezieller Hund ausgebildet werden, dessen feine Spürnase gezielt Herzanfällen vorbeugen soll: Der renommierte Hundetrainer Uwe Friedrich (46) plant für den kleinen Gabrijel (acht Jahre) aus Rottweil zur Früherkennung seiner Herzanfälle einen Hund auszubilden, der ähnlich der Epilepsie- und Diabetiker-Assistenzhunde diese Anfälle bereits im Vorfeld anzeigt und das Kind somit vor schweren Anfällen schützen kann. Violeta Talevic, die Mutter von Gabrijel, hat aufgrund der Herzerkrankung ihres Kindes einen Verein zur Hilfe und Förderung herzkranker Kinder und Ihrer Familien gegründet.

Einen speziellen Suchhund, der beim achtjährigen Gabrijel (Zweiter von rechts) drohende Herzanfälle riechen kann, will der Dittishauser Hundetrainer Uwe Friedrich (rechts, neben Schäferhund Claro), ausbilden. Die Eltern Aleksandar und Violetta Talevic sowie Bruder Danijel freuen sich schon auf den Hund, der Gabrijel wieder ein Stück Lebensqualität bringen soll.
Einen speziellen Suchhund, der beim achtjährigen Gabrijel (Zweiter von rechts) drohende Herzanfälle riechen kann, will der Dittishauser Hundetrainer Uwe Friedrich (rechts, neben Schäferhund Claro), ausbilden. Die Eltern Aleksandar und Violetta Talevic sowie Bruder Danijel freuen sich schon auf den Hund, der Gabrijel wieder ein Stück Lebensqualität bringen soll. | Bild: Bild: Kamera24.TV

„Gabrijel leidet an einem komplexen Herz-Lungen Fehler. Ihm fehlt die Hauptschlagader vom Herzen in die Lunge. Aus diesem Grund ist er unterversorgt mit Sauerstoff. Er ist körperlich nicht belastbar“, informierte Violetta Talevic bei einem Besuch im Hundezentrum Teamcanin. „Vielleicht kann man hier einen Hund ausbilden, der ihn unterstützt in seinem täglichen Leben.

Der Hund soll ihn unterstützen, dass er schneller an den Sauerstoff herangeht. Im Moment rebelliert er. Wir wollen seine Frustration und seine Aggressionen verringern, daher wäre es gut, wenn er vielleicht dann einen besten Freund hat. Für mich wäre es eine Erleichterung“, so die Mutter weiter.

Auch Gabrijel freut sich auf einen Hund: „Einen Therapiehund wollen wir haben für die ganze Familie, eigentlich aber für mich“, sagte der Junge, der ein Sauerstoffgerät tragen muss. Kuscheln, Gassi gehen und spielen möchte der Junge mit dem Hund.

„Für Gabriel soll ein Hund ausgebildet werden, der vor einem Anfall warnen kann. Ich kenne sein Krankheitsbild bisher nicht, es muss zuerst alles ärztlich abgeklärt werden, was sich alles verändert, damit der Hund auch so konditioniert werden kann, dass er diesen Anfall auch vorhersagen kann“, informierte Uwe Friedrich.

„Was Krebsdiagnostik anbelangt, sind wir eigentlich führend mit den Ärzten in der Schillerhöhe. Da haben wir Hunde ausgebildet, auch was Epilepsie und ähnliche Dinge anbelangt. Es ist wichtig, welches Geruchsbild der Hund finden muss“, so der Experte weiter.

Mehr Lebensfreude für Gabrijel

Wichtig ist Friedrich, dass der Junge ein Stück weit mehr Lebensfreude dazu gewinnt. „Gabrijel war ja schon mal bei uns im Zentrum, Es war ein kleiner Mischling da und Gabriel hatte richtig Spaß. Ich denke, das ist auch ein Faktor, den man einfach nicht unterschätzen sollte“, so Friedrich weiter.

Das Sommerfest seines Hundezentrums Teamcanin anlässlich des dreijährigen Bestehens im Tanneneck in Dittishausen soll so am Sonntag, 31. Juli, auch zu einem Charity-Sommerfest zugunsten des herzkranken Gabrijels werden. Neben der Vorstellung von Friedrichs Team wird ein buntes Vorführprogramm für Hunde und Hundehalter mit Mitmachaktionen geboten.

Kämpferherzen

Der Verein Kämpferherzen wurde 2009 als gemeinnütziger Verein beim Amtsgericht Rottweil eingetragen. Ziel ist die Hilfe und Förderung herzkranker Kinder und ihrer Familien. Hierbei wird vor allem auch das Wissen mit Behördengängen und Ärzten vermittelt, welches bei der Diagnose „Angeborener Herzfehler bei Kindern“ laut Violetta Talevic viele Probleme bereitet.

Es werden Seminare mit verschiedenen Ärzten und Therapeuten, wie etwa Zahnärzte oder Logopäden geplant. Ebenfalls ist es dem Verein ein großes Anliegen, herzkranken Kindern ein „normales“ Leben zu ermöglichen, sie zu integrieren und ihnen den einen oder anderen Wunsch zu erfüllen, der ohne Hilfe Dritter unmöglich ist.

Informationen im Internet:

www.kaempferherzen.de

www.teamcanin.com

 

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