Mein

Löffingen Philipp Laufer siegt beim Wettklöpfen

14.02.2012


– Der Fuhrmannstag in Dittishausen ist ein besonderer Brauch, der an die Fuhrmänner der früheren Tage erinnert. „Das Klöpfen mit ihren Geißeln konnte man schon von Weitem hören, erklärt Ehrenzunftmeister Paul Hasenfratz“, der 1967 das Wettklöpfen einführte.

Geklöpft wird im Fuhrmannsstil oder Freistil, mit der Geißel oder Karbatsche. Für die vielen Zuschauer ist es ein Ereignis, das ordentlich Respekt einflößt. Für die Jury um Willi Fürderer ist es nicht ganz einfach, die Klöpfer zu zählen, die innerhalb 30 Sekunden zu hören sind.

Schon beim Wettklöpfen am Sonntag zeigte sich deutlich die Präsenz der Dittishauser Fuhrmänner, die gerade in der Nachwuchsarbeit Großartiges leisten. Vor allem Oberfuhrmann Philipp Laufer, selbst Dauersieger beim Wettklöpfen mit dem traditionellen Fuhrmannsstil. Bestätigt wurde dies bei der Siegerehrung durch Zunftmeister Ludwig Speth, Christel Speth, Alexandra Frey und Philipp Laufer. Paroli bieten konnten den Dittishauser Fuhrmännern nur die Gäste vom Albverein Westernheim. Beim Klöpfen mit der Karbatsche über drei Meter standen sie ganz vorn, gefolgt von den Teilnehmern aus Villingen-Schwenningen. Doch beim Klöpfen mit der Geißel zeigten die großen und kleinen Fuhrmänner ihr Können.

Das Wettklöpfen, welches Ewald Rokoschoski 1967 mit seinen Fuhrmännern begann, erfordert eine ausgeklügelte Technik und auch einen gewissen Kraftakt, damit der Zwick am Ende des Seils oder Stricks knallt.

Den Pokal des Ministerpräsidenten Baden-Württembergs konnte sich erneut Philipp Laufer aus Dittishausen sichern. Dahinter Daniel Laufer und Andreas Gänsler. Dieser Pokal, den erstmals Ministerpräsident Filbinger bei seinem Besuch in Dittishausen stiftete, geht an den besten Knaller im Fuhrmannsstil. Auch bei der Jugend werden verschiedene Pokale ausgelotet. Beim Fuhrmannsstil siegte Luis Hilpert und gewann den Pokal des Gasthauses Rössle (Jahrgang 1999 und jünger), gefolgt von Tobias Rokoschoski. Der Pokal der Volksbank ging an Christoph Laufer (Jahrgang 1994 bis 1998), Bester der Jahrgänge 1997 bis 1998 wurde Luis Hilpert. Im Freistil hatte Philipp Laufer erneut die Nase vorn und konnte sich den Pokal der Bäckerei Trendle sichern. Klarer Sieger bei den Damen im Freistil wurde Marlene Rehm aus Westerheim, gefolgt von Birgit Gänsler aus Dittishausen.

Nicht weniger erfolgreich wie beim Fuhrmannsstil ist die Dittishauser Jugend beim Freistil. Hier sicherte sich Lukas Hasenfratz den Sieg, vor Laurin Wehrle (Jahrgang 2000 bis 2002). Bei den Älteren (Jahrgang 1997 bis 1999) hatte Lukas Willy die Nase vorn, vor Christoph Laufer und Tobias Rokoschoski. Bei den Jahrgängen 2003 und jünger konnte sich Moritz Laufer aus Villingen-Schwenningen behaupten. In der Mädchenklasse Freistil Jahrgang 2000 bis 2002 ging Sophia Sauter als Siegerin vom Platz.

Bei den Karbatschen steht das Verhältnis zwischen Dittishausen und Gäste in umgekehrter Reihenfolge. Hier konnten lediglich Manuel Burger (Jahrgang 1994 bis 1996), sowie Willy Niklas (Jahrgang 2000 bis 2002) und Willy Lukas (Jahrgang 1997 bis 1999) sich vor den Gästen auf der Siegerseite behaupten. Sieger der Jahrgänge 2000 bis 2002 wurden Sophia Sauter aus Villingen-Schwenningen und Alina Grütering (Jahrgang 1997 bis 1999).

Klar und deutlich setzten sich die Erwachsenen mit der Karbatsche über drei Meter durch. Sieger und Gewinner des Pokals der Geißenzunft wurde Manfred Rehm aus Westernheim, gefolgt von seinem Kollegen Timo Ascher sowie den Villingern Jürgen Sulzmann, Sven Bötel, Sebastian Käfer, Dietmar Sauter und Dennis Bickmann. Mit der Karbatsche über vier Meter ging Dietmar Sauter aus Villingen als Sieger hervor.

zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden
Schreiben Sie Ihre Meinung
Überschrift
Text


noch 1000 Zeichen


Informiert bleiben:
Bei jedem neuen Kommentar in dieser Diskussion erhalten Sie automatisch eine Benachrichtigung
Unsere Community-Regeln