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Löffingen Narrensprüchle werden lebendig

In diesem Jahr steht die Löffinger Fasnet unter dem Motto „Mer hert si a dää Fasnet ständig, doch diesmol wäred Narresprichli lebendig“ – ein Aufruf, den die Löffinger Hansili beim Öschabend wörtlich genommen haben. Manfred Lauble und Sven Seidel waren die geistigen Väter der „Sprichklopfer“. Für viel Erheiterung sorgten die Akteure, wobei das „Wieb vu Riselfinge mit de Fiddlezwinge un eme isige Hebgschirr“ sicherlich für die größte Erheiterung sorgte.

Auch der Igel, der plötzlich aus der Toilette angerannt kam, ließ jeden Narr sofort an das gewisse Narrensprüchle denken. Ja damals waren diese ganz schön derb und ungeschminkt, mussten doch der geizige Wirt und Bäcker, der stinkende Kaufmann oder die haarige Magd damals den Spott der Narren über sich ergehen lassen.

Auch der Spruch vom „Ma us Seppehofe, dem lampet ebbis us de Hose“, regt die Fantasie an. Die neueren Narrensprüchle sind dezenter gestaltet, wie die „zwei us G`schwiler, mache Käse“. Ob alte oder neue Fasnetsprüchle, die elf Löffinger Hansili auf der Bühne ernteten für die erfrischende Darstellung viel Applaus.

Kleine Narren lernen Sprüchle

Die Hansilisprichle lernen die Kinder schon von Klein an, wenn die Narren den Kindergarten besuchen oder Kindergartenkinder und Schüler die Narrenstube besuchen. Ex-Narrenvater Hermann lässt den Narrensamen nicht gehen, bevor die Kinder ein Hansili-Sprüchle aufgesagt haben.An Fastnacht selbst werden die Kinder mit Süßigkeiten von den Hansili für jedes Narrensprüchle belohnt. Wer hier sein Wissen erweitern möchte, kann einen Teil der Sprüchle im Internet bei den Laternenbrüdern finden. Hier findet man im Übrigen auch das Leffinger Lied und den Leffinger Narrenmarsch. Auch dieser ist nicht jedem Narr bekannt. Der Löffinger Narrenmarsch wurde 1961 von Hermann Regner komponiert.Es war eine Auftragsarbeit der Löffinger Narren an den Musikpädagogen und Komponisten, der zu dieser Zeit Professor für Musikerziehung am Orff-Institut des Mozarteums in Salzburg war. Der unverkennbare Text „Alt und Jung goht uff Stroß, z'Leffinge isch jetzt d'Fasnet do!“ stammt aus der Feder des Löffinger Stadtrats und Hexenchefs Josef Bayer.

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