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Löffingen Löffinger Schulsystem ist erfolgreich

Schulverbund wird finanziell benachteiligt. Diskussionsabend mit FDP-Politikern

Die Bildungspolitik hatte in Löffingen schon immer einen hohen Stellenwert, wie FDP-Fraktionsvorsitzender Werner Adrion bei einem öffentlichen Diskussionsabend am Mittwoch mit Liberalen und Bürgern erklärte. Mit der Gründung des Schulverbunds zwischen Realschule und Werkrealschule ging man laut Adrion einen erfolgreichen Weg, der allerdings finanziell vom Land bestraft werde. „Durch dieses Schulsystem fehlen der Stadt 263 300 Euro“, so Adrion. Bürgermeister Tobias Link hatte die Fakten und Zahlen mit dabei. „Der vom Land gewährte Sachkostenbeitrag für die Realschule ist um etwa 702 Euro geringer als der Beitrag für Werkreal- oder Gemeinschaftsschulen“, so Adrion. Würde man rein rechnerisch wählen, müsste man ein anderes Schulsystem wählen“, erklärte provokant Bürgermeister Link. Allerdings werde die Gemeinde am erfolgreichen Löffinger Schulverbund nicht rütteln. Die Löffinger Schule besuchen zahlreiche Kinder mit Gymnasialempfehlung und Schüler aus Döggingen, sie alle könnte bei einer Änderung des Schulsystems abwandern, befürchtet auch Karl Hauger. Rektor Peter Kunz konnte die konstruktive Verbindung zwischen Werkreal- und Realschule nur bestätigen. Eine Umfrage hätte ergeben, dass 95 Prozent der Eltern die jetzige Schulart beibehalten möchten. Der Schulverbund biete gerade in den unteren Klassen eine große Durchlässigkeit, was den Schülern ebenfalls entgegenkomme. Kunz sieht in den Gemeinschaftsschulen für leistungsschwächere Kinder große Nachteile. Landtagsabgeordneter Niko Reith sieht in den Einheitsschulen den Wohlstand gefährdet. Er setzt sich klar für ein gegliedertes vielfältiges Schulangebot ein.

In den Gemeinschaftsschulen werde der Übergang zum Abitur auf ein geringes Niveau herabgesenkt. Landtagskandidat Jens-Arne Buttkereit fordert klar einen differenzierten Unterricht in den Gemeinschaftsschulen. Dies fordere allerdings auch ein passendes Lehrerklientel. „Wir haben in Löffingen ein gut funktionierendes Schulsystem, dies aufzugeben, käme einem Eigentor gleich“, erklärte Rudolf Gwinner. In der Gemeinschaftsschule würde der schwächste Schüler überfordert und der Gute unterfordert, so Gwinner. Elmar Fehrenbach, langjähriger Elternbeiratsvorsitzender, erklärte, dass bei den Eltern eine verbindliche Ganztagsschule nicht gut ankomme. Dies sei weder für die Schüler noch für die große Löffinger Vereinskultur von Vorteil. Ekkehard Marx erinnerte an Löffingens finanzschwache Zeit und trotzdem habe man auf die Bildung gesetzt.

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