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Löffingen Konzertpremiere verbindet Herzen

Inklusionschor und Harmonika Club als Akteure. 150 Zuhörer in evangelischer Kirche Löffingen.

„Musik verbindet“, eine Aussage, die beim ersten gemeinsamen Konzert mit dem Inklusionschor Löffingen und dem Harmonika Club Hochfirstklänge Saig geradezu spürbar und erlebbar war. Der Funke der Sänger und Musiker sprang sofort in den voll besetzten Kirchenraum der evangelischen Kirche. In Löffingen wird nicht nur über Inklusion gesprochen, sondern sie wird gelebt.

Begeisterung pur auf beiden Seiten machte das Konzert zu einem einmaligen Erlebnis, welches von den Zuhörern mit stehendem tosendem Applaus, mitklatschen und mitsingen zum Ausdruck gebracht wurde. Martina und Peter Wehrle brachten ihre Gefühle so zum Ausdruck: „Es war ein besonderes Erlebnis in der Vorweihnachtszeit und wir sind sehr froh, dass wir hier waren.“ Wie sie sahen es auch die übrigen rund 150 Zuhörer, die sich eine Wiederholung dieses Musikerlebnisses, bei dem die Freude an der Musik klar im Vordergrund stand, wünschten.

Die 19 Akkordeonmusiker aus Saig, die seit drei Jahren unter der Leitung der Löffinger Stadtbüchereileiterin Birgit Kuttruff stehen und die 18 Sänger des Inklusionschors – er wurde von Annette Scherzinger ins Leben gerufen – spannten einen großen Bogen durch die Musik aus aller Welt.

Vor allem die Sänger des Inklusions-chors sorgten mit ihrer Fröhlichkeit und Lebendigkeit für eine einmalige Atmosphäre. „Die Freude steht bei uns im Vordergrund“, erklärte Anette Scherzinger, die mit ihrer Gitarre die Lieder begleitete. Während die 19 Sänger „Epo i tai tia“, ein spirituelles Lied aus Neuseeland vom Stamm der Maori sangen, oder „Teyata om Bekause“ aus Tibet, hieß es nicht einfach still zu stehen, da wurde auf der Bühne mitgegangen. Der eine oder andere winkte auch fröhlich ins Publikum und unterstrich den Liedtext „Ich bin schön wenn ich singe“ mit einer erfrischenden Mimik und Gestik.

Die Chant-Songs führten auch in die arabische Welt mit Asalam – eine gesangliche Idee, nicht nur die Welt, sondern auch verschiedene Religionen mit einander zu verbinden. Mit „Peace on earth to all the universe“ sang der Inklusionschor den Zuhörern aus dem Herzen.

„Musik verbindet“, auch das Akkordeonorchester aus Saig hatte sich dieses auf die Fahne geschrieben. Beschwingt, spritzig, dynamisch, abwechslungsreich und mit großer Klangvielfalt entführten die Musiker die Gäste in die Welt der Operette mit „Ach ich hab in meinem Herzen“, in die Welt des Films „Wie im Himmel“, aber auch in die Klassik wie „Andante Festival“ oder zur modernen Literatur mit „Amigos para sempre“, das von Andrew Lloyd Webber komponierte Lied.

Neben den Stars auf der Bühne trug das Göschweiler Musikgenie Gottfried Hummel zu diesem großartigen Erfolg bei. So hatte er für den Harmonika Club nicht nur „Wiener Sonate“ von Mozart arrangiert, sondern auch „Killing me softly“, der internationale Hit von Roberta Flack, sondern auch die spirituellen Songs „Oh happy Day“ und „Let´s sing for God“.

„Da geht einem das Herz auf“, erklärte Zuhörerin Edeltraud Trenkle.


Aska Devla

Unvergesslich wird der Auftritt des Inklusionschors Löffingen und des Harmonika Clubs Hochfirstklänge Saig mit dem Loblied „Aska Devia“ bleiben. Dieses traditionelle Lied der Roma hatte Gottfried Hummel arrangiert. Eine Hommage an die Göttin Devla und die Mutter Mamo. Der schwarzen Madonna gilt dieses Gebet, welches Gottfried Hummel für das Projekt mit dem Inklusionschor unterstützt vom Akkordeonorchester arrangiert hat. (pb)

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