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Löffingen Klimaschutz beginnt vor Ort

29.04.2010


Bundestagsabgeordneter Andreas Jung berichtet von der Weltklimakonferenz und diskutiert mit Löffingern

Löffingen (pb) Das aktuelle Thema Klimaschutz hatten der CDU- Stadtverband Löffingen und die Junge Union Hochschwarzwald zur Plattform einer Informationsveranstaltung gemacht. Bei der Veranstaltung sprach der Konstanzer Bundestagsabgeordnete und klimapolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Andreas Jung, vor 50 Zuhörern über seine Erfahrungen bei den Weltklimakonferenzen in Nairobi, Bali und Kopenhagen.

Wie schwierig es doch sei, die Schwellen-, Entwicklungsländer und die Industriestaaten für einen gemeinsamen Nenner zu gewinnen, dass letztendlich Amerika und China die „Bremser“ seien, aber dass gerade Deutschland nun mit gutem Beispiel vorangehen solle, waren einige der wichtigen Eckpunkte. „Sicher ist nur, wenn der CO2-Ausstoss nicht bald gravierend gesenkt wird, dann ist die Klimakatastrophe nicht mehr aufzuhalten und sie betrifft auch direkt uns vor Ort“, unterstrich Jung. Angefangen von Überschwemmungen (denkt man die Oder), mit neuen Schädlingen für die Landwirtschaft, neue Krankheiten bei Mensch und Tier oder auch die Stürme wie „Lothar“, so Jung.

„In Löffingen haben die erneuerbaren Energien einen hohen Stellenwert. Mit dem Nahwärmenetz können in den zehn städtischen Gebäuden jährlich 160 000 Liter Heizöl eingespart werden und zusätzlich weitere 70 000 Liter in privaten Gebäuden“, informierte CDU-Vorsitzender Micha Bächle. 2008 gab es schon mehr als 130 Photovoltaikanlagen, bis Ende des Jahres werden es knapp 200 sein, hinzukommen noch die drei Biogasanlagen und zwei Wasserkraftwerke. „Nicht nur global, sondern auch vor Ort handeln, war den Löffinger Bürgern wichtig“, verdeutlichte Bächle. „Autos brauchen wir im ländlichen Raum“, betonte JU-Vorsitzende Birgit Büttner, doch auch hier gelte es auf die Umwelt zu achten. Ist das Elektroauto die Zukunft? Auf jeden Fall müsse umweltfreundlicher Nahverkehr gefördert werden. „Es kann nicht sein, dass das Taxi zum Flughafen teurer ist als der Flug“, sagte Andreas Jung, der von seinem Kollegen Thomas Dörflinger dies bestätigt bekam. Es bedarf ein Umdenken der Menschen und der Wirtschaft, waren sich abschließend die Zuhörer einig.

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