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Göschweiler Göschweiler feiert den längsten Tag: Vorbereitungen für Sonnwendfeier

Holz für die große Pyramide für das Feuer der Sonnwendfeier ist bereits geschlagen.

Der längste Tag des Jahres und die kürzeste Nacht inspirieren des Sportverein Göschweiler zur Sonnwendfeier: Am 21. Juni, am kommenden Mittwoch, wird sie wieder gefeiert, die Sonnwende auf dem Sportplatz in Göschweiler. Zum 13. Mal lädt der Sportverein dazu ein. „Wenn die Sonne ihren höchsten Stand erreicht, dann wird in Göschweiler gefeiert“, erklärt der Vorsitzende Walter Keßler, der mit seinem Team auf eine laue Sommernacht hofft. Das Holz für die große Pyramide haben Ortsvorsteher Manfred Furtwängler, die Ehrenmitglieder des SVG, unterstützt von Aktiven, bereits geschlagen. Nun gilt es die Stangen noch aufzurichten, damit das Feuer weithin sichtbar sein wird.

Vor dem Feuerspektakel, welches der Ortsvorsteher mit Eintritt der Dämmerung entzünden wird, werden die Besucher traditionell um 19 Uhr mit den Klängen des Fanfarenzugs Löffingen begrüßt. Später übernimmt die Trachtenkapelle Göschweiler die musikalische Unterhaltung. Auch kulinarisch wird in Göschweiler einiges geboten werden. Von Wildschweinfrikadellen über Grillsteaks und Grillwüste bis zu Käsewecken mit Göschweiler Käse und Nusszopf reicht das Angebot.

Für die Kinder lockt das kostenlose Stockbrot, welches sie selbst über dem Feuer backen können. Den Höhepunkt erreicht das Fest, wenn die Holzpyramide, die mit Reisigwellen bestückt sein wird, lodert. Bei klarer Sicht ist der Lichtschein bis weit ins Land zu sehen.

Viele Vereine lassen es sich nicht nehmen, zur Sonnwendfeier nach Göschweiler zu wandern oder mit dem Fahrrad zum Sportplatz zu fahren. Die Sonnenwende im Juni ist der einzige Tag, an dem die Sonne am gesamten nördlichen Polarkreis nicht untergeht. In der Region wird die Sonne gegen 21.30 Uhr untergehen. Die magische Nacht hatte schon in prähistorischer Zeit eine besondere Bedeutung. Später vermischten sich die heidnischen und christlichen Bräuche. Bei den Kelten und Germanen war die Sonnenwende ein Höhepunkt im Jahresablauf und wurde als Fest der Fruchtbarkeit gefeiert. Nach der Christianisierung versuchte die Kirche, die heidnische Sonnwendtradition ohne Erfolg abzuschaffen. So wurde der Gedenktag für Johannes den Täufer auf den 24. Juni gelegt. Einen Tag davor gab es dann oft Feuerspringen oder das Johannisfeuer. Die Sommersonnenwende wird von den Esoterikern groß gefeiert.

Wichtig ist dieses Fest auch im Norden. Da die Sonne nicht komplett untergeht, wird die Zeit auch als die „weißen Nächte“ bezeichnet. Vor allem in Skandinavien und im Baltikum wird die ganze Nacht durchgefeiert. Dies wird in Göschweiler wohl nicht ganz gelingen, aber kurz oder langweilig wird es sicherlich nicht.

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