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11.10.2010  |  von  |  0 Kommentare

Löffingen Exotischer Vogel-Nachwuchs schlüpft aus Unadinger Eiern

Löffingen -  Unadingen – Exotische Vögel wie Ara-Papageien zu züchten, ist nicht ganz so einfach. Das kleine Kunststück geschafft haben jetzt in Unadingen die Heilpraktikerin Ulrike Tondorf und ihr Mann, der Unternehmer Michael Tondorf.

Einen besonderen Zuchterfolg kann Ulrike Tondorf aus Unadingen melden. Ihre Gelbbrust-Aras sind stolze Eltern von zwei Küken.

Hagen und Gina, die beiden zehnjährigen Papageien, bewohnen bei Familie Tondorf im Haus eine eigene Etage.  Bild: Bilder: Kerdraon



Exotischer Vogel-Nachwuchs schlüpft aus Unadinger Eiern

Ihre zwei zehnjährigen Gelbbrustpapageien Gina und Hagen, die bei den Tondorfs den gesamten dritten Stock bewohnen, sind stolze Eltern von zwei kleinen Papageien geworden und sorgen für viel Freude, aber auch Arbeit. „Darauf haben wir lange gewartet“, freuen sich die Papageienbesitzer, die neben den wunderschönen Amazonen noch zwei Graupapageien beherbergen. Schon öfters hat Vogeldame Gina Eier gelegt und vergeblich auf ihnen gebrütet. Auch dieses Mal gelang das Elternglück nicht sofort.

„Zuerst hat Gina vier Eier gelegt und nachdem wir gemerkt haben, dass sich nichts tut und die Eier unbefruchtet sind, haben wir sie entfernt“, erzählt Ulrike Tondorf. „Dann hat sie aber sofort danach noch einmal drei Eier gelegt, wovon zwei befruchtet waren“, informiert sie weiter über die spannende Zeit des Wartens.

Nach 30 Tagen behutsamen Brütens war das Glück perfekt. Aus dem mit einer Überwachsungskamera ausgestatteten Brutkasten, den die Tondorfs liebevoll mit Stofffetzen nebst Eierkartons ausgestattet haben, hörte man ein ganz leises Geräusch. „Ich habe dann natürlich sofort nachgeschaut und gesehen, dass ein Ei leicht geöffnet war und leise Geräusche bemerkt“, erinnert sich der Vogelliebhaber an den unvergesslichen Augenblick. Das erste federleichte Küken schlüpfte dann endlich am 17. August. Sein Geschwisterchen schaffte es am 20. August unter den zärtlichen Blicken von Gina und Hagen das Ei zu verlassen.

Die beiden Vogelkinder waren splitternackt und zeigten keine Spur des wunderschönen und farbigen Gefieders, in dem sie später einmal bewundernde Blicke auf sich ziehen werden.

Papa Hagen gehörte von Anfang an zu der Gutvatersorte. Aufmerksam verfolgt er die Fütterung der Kleinen, die von Mamas Kropf aus vorsichtig gespeist werden. „Am gefüllten Kropf der kleinen Vogelbabys erkennt man, dass die Kleinen gefüttert werden“, erklären die Tondorfs. Ganz langsam mauserten sich die Babys und lassen erkennen, dass sie einmal Papageien sein werden. Schon acht Tage nach dem Schlüpfen war beim Größeren der beiden Vogelkinder bereits ein Ansatz von Federn sichtbar und die Augen hatten sich auch geöffnet. Nach 23 Tagen war dann schon zu erkennen, dass aus den kleinen Vögelchen einmal stolze Aras werden. Erste zarte blaue Federn sprossen vorsichtig aus den Flügeln und der Schwanz bildete sich auch nach und nach. Allerdings sind die Fortschritte beim Erstschlüpfer größer als bei dem drei Tage später Geborenen. Bereits am 20. Tag nach der Geburt müssen die kleinen Füßchen beringt werden. „Später ist das Beringen, das für die Registrierung nach dem Washingtoner Artenschutzgesetz vorgeschrieben ist, nicht mehr möglich“, beschreibt Tondorf. Die Beringung haben die Unadinger Vogelliebhaber selbst durchgeführt. Die Geschlechterbestimmung ist an den Federn oder an einem Bluttropfen, der in ein spezielles Labor eingeschickt werden, möglich. Der Vogelvater spielt bei den Aras auch eine gewichtige Rolle. Bereits ein paar Tage nach dem Schlüpfen wird die Vogelmama von Aramännchen Hagen schon mal abgelöst. Mit Stolz übernimmt er das Füttern und Mama Gina kann sich schon mal außerhalb des Brutkastens entspannen.

Die beiden sind ganz friedlich, wenn Ulrike Tondorf in ihr Vogelreich kommt, um dort alle zwei bis drei Tage den Brutkasten zu reinigen und sauber zu machen. „Das war nicht immer so. Zumindest in der Brutzeit können Aras auch schon mal aggressiv werden, was sich aber dann sofort gelegt hat, als die Jungen geschlüpft waren“, erinnert sich die gelernte Heilpraktikerin.

Die beiden Aras, deren blaues und gelbes Gefieder wunderbar seidig glänzt, sind handzahm, schmusen gerne miteinander und schnarchen auch manchmal. Dennoch ein Ara kann mit seinem Schnabel, der immerhin eine Druckkraft von einer Tonne besitzt, einen Finger abbeißen. Die Delikatesse Walnuss zu knacken, ist ein Kinderspiel für sie. Mit ihren Kletterfüßen, die sie sowohl zum Klettern, als auch zum Halten oder Öffnen ihrer Nahrung benutzen, schaffen sie so ziemlich alles. Inzwischen ist auch der Nachwuchs an die Anwesenheit der Tondorfs gewöhnt und auf dem Rücken liegend, lassen sie sich gern das kleine Bäuchlein streicheln. Mindestens ein halbes Jahr wollen die Tondorfs die kleinen Aras noch in ihrer Obhut behalten, bevor verkauft werden. Aber was ist das schon, gemessen an der Lebensdauer dieser schönen Exoten, die bis zu 80 Jahre alt werden können.

Informationen im Internet:

www.ulriketondorf.de

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