Hexenfeuer und Nachtumzug läuten Spektakel zum 44-jährigen Bestehen der Geißenzunft ein. Morgen Umzug und Wettklöpfen
44 Jahre Geißenzunft Dittishausen, 43 Jahre Fuhrmannstag und 18 Jahre Taborhexen – wenn dies kein Grund zum Feiern ist. Auf dem Berge Tabor geht es an diesem Wochenende auf jeden Fall Hoch her.
Die jüngste Narrengruppe, die Taborhexen, haben die Ehre, das Jubiläum mit ihrem Hexenfeuer zu eröffnen. Dies lodert am heutigen Abend am Latschariplatz im Ortszentrum. Vorher beginnt der Nachtumzug anlässlich des 44-jährigen Jubiläums der Geißenzunft, der am Hexenfeuer endet.
Das Hexenfeuer auf dem Berge Tabor dürfte trotz Kälte auch dieses Jahr Besucher aus Nah und Fern anlocken. Was heute ein Hexenspektakel ist, erinnert an die Hexenverbrennung. Die Sage der Taborhexen mit dem Hexenfeuer entstammt aus längst vergangenen Tagen: Am Rande des Berges Tabor soll einst ein altes Weib sein Unwesen getrieben haben. Da die Kräuterhexe vom Teufel besessen war, wurde sie auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Allerdings wusste keiner, dass das Weib 13 verunstaltete Kinder hatte. Immer in den kalten Wintermonaten kamen sie ins Dorf, um Nahrung zu betteln. Heute kommen die 13 Taborhexen aus dem Nanteleloch und ziehen nach Dittishausen ein. Auch sie betteln um Nahrung. Speisen, welche der Hexenkoch zum Hexenmahl zubereitet, damit die Tabor-Hexen die kalten Jahreszeiten überstehen und pünktlich um 24 Uhr am Fastnachtsdienstag ins Nanteleloch zurückkehren können. Doch bevor die Taborhexen sich stärken dürfen, tanzen sie um das Hexenfeuer, um Dämonen, böse Geister und den Winter zu vertreiben. Die Gäste erwartet nicht nur das seltsame Hexenmahl, sondern auch Glühwein. Im Anschluss an das Hexenfeuer findet die große Geburtstagsparty der Geißenzunft im Haus des Gastes statt.
Nur wenig Schlaf gibt es für die echten Narren – dann geht es am Sonntagmorgen weiter mit dem Zunftmeisterempfang, zu dem Zunftmeister Ludwig Speth die Vertreter der 47 Gruppen einlädt, welche am Sonntagnachmittag um 14 Uhr den großen Umzug mit 1300 Hästrägern bereichern.
Aufgewärmt und gestärkt mit der Narrensuppe, geht es zum Umzug und dann anschließend zum Wettklöpfen. Hier wird im Fuhrmannsstil oder dem Freistil um die Wette geklöpft, mit der Geißel oder der Karbatsche, Erwachsene oder Jugendliche.
Es locken der Pokal des Ministerpräsidenten Baden-Württembergs, der Wanderpokal der Volksbank, der Geißenzunft, der Pokal der Bäckerei Trendle und Metzgerei Laufer. Um 18.30 Uhr findet die Siegerehrung im Haus des Gastes statt.
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