Mein

Löffingen Breisgau-S-Bahn als Chance

23.11.2011
Schlagwörter


Löffingen – Zweieinhalb Jahre nach der Kreistags- und Gemeinderatswahl zog der CDU Stadtverband Löffingen gemeinsam mit der Stadtratsfraktion und den CDU-Kreisräten Armin Hinterseh und Clemens Hensler eine kommunalpolitische Zwischenbilanz bei einem kommunalpolitischen Abend, zu dem 30 Bürger kamen. Wichtigste Zukunftsprojekte im Kreis sind die Breisgau-S-Bahn 2020 mit einer Elektrifizierung der Bahnstrecke von Donaueschingen nach Neustadt aber auch die Investitionen in die Bildung.In das Projekt Breisgau-S-Bahn 2020 werden laut Hinterseh 384 Millionen Euro investiert, wovon der Landkreis 52 Millionen Euro tragen muss.

Für den Hochschwarzwald bringe dies nicht nur die Elektrifizierung, sondern auch die Ertüchtigung der Bahnhöfe und den Halbstundentakt. Mit den Ausschreibungen für das Projekt werde bereits im kommenden Jahr begonnen und 2018 soll alles fertig sein, erläuterte Hensler. Auf die Frage von Wolfram Wiggert nach den Auswirkungen des Halbstundentaktes auf die Schließzeiten der Bahnschranken in Löffingen erklärten CDU-Fraktionssprecher im Gemeinderat, Manfred Furtwängler und sein Stellvertreter Micha Bächle, dass die CDU-Fraktion hierzu gemeinsam mit der FDP einen Antrag zur Erstellung eines Verkehrskonzeptes für die Löffinger Innenstadt eingebracht habe, das demnächst im Gemeinderat beraten werden soll. Darin sollen auch kürzere Schließzeiten aber auch Möglichkeiten für eine Unterführung geprüft werden.

Wichtig sei für den Hochschwarzwald auch das Investitionsprogramm für die Kreisstraßen. In zehn Jahren werden hier 40 Millionen Euro für die Grundsanierung aufgewandt. Profitiert haben hiervon beispielsweise die Strecken Linismühle-Bachheim oder Rötenbach-Friedenweiler. Im Verwaltungsentwurf des Kreishaushaltes sei die Ortsdurchfahrt Bachheim 2013 vorgesehen. Wichtig seien dem Landkreis auch die Bildungseinrichtungen. Hinterseh berichtete von rund 4,9 Millionen Euro die im Kreis-Schulzentrum in Neustadt in den nächsten drei Jahren investiert werden sollen.

Als großes Problem sehen die beiden Kreisräte die steigenden Sozialausgaben. Die Kreisumlage mit 80,6 Millionen Euro reiche nicht mehr aus, um die Sozialusgaben zu bestreiten.

Großen Raum in der anschließenden Diskussion nahm auch das Thema Windkraft ein. Die neue grün-rote Landesregierung will den Anteil der Windkraft von 0,8 Prozent auf zehn Prozent bis in das Jahr 2020 steigern. Hierzu sind 1000 neue Windräder notwendig, derzeit gibt es im Land nur rund 380. Einig waren sich die Gemeinde- und Kreisräte, dass eine Bündelung von Anlagen sinnvoll sei und das auch das Thema Landschaftsbild nicht außen vor gelassen werden dürfe. Deshalb müsse man sich zu einem Planungsverband zusammenschließen und mit den Bürgern über das Thema diskutieren. Berthold Meister sieht es als dringend notwendig an, dass über die Landkreisgrenzen zusammengearbeitet wird, da auch beispielsweise potentielle großflächige Windkraftanlagen auf Bonndorfer Gemarkung besonders von Reiselfingen, Göschweiler und Bachheim zu sehen seien. Auch müsse auf die Wirtschaftlichkeit geachtet werden mit Blick die bestehenden Anlagen in der Region, die alle deutlich unterhalb ihrer erwarteten Leistung liegen, so Bächle.

zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden
Schreiben Sie Ihre Meinung
Überschrift
Text


noch 1000 Zeichen


Informiert bleiben:
Bei jedem neuen Kommentar in dieser Diskussion erhalten Sie automatisch eine Benachrichtigung
Unsere Community-Regeln