„Grund für die Bombenangriffe war das Munitionslager der Wehrmacht, welches sich im Stadtwald befand“, informiert Heimatforscher Rudolf Gwinner, der sich mit diesem düsteren Kapitel der Löffinger Stadtgeschichte beschäftigte. Um von Löffingen aus startende Munitionstransporte zu stoppen, wurde der Bahnhof bombardiert.
Zwei Stunden vor dem Einmarsch der Franzosen, am 25. April 1945, fand laut Gwinner der letzte Bombenangriff auf das Baarstädtle statt. Dazwischen wurde Löffingen am 22., 24. und 27. Februar, sowie am 14. März und 25. April bombardiert. In amtlichen Schreiben der Stadt hatte Rudolf Gwinner ein Schreiben vom Bürgermeisteramt, datiert am 20. Januar 1946, an das Landratsamt Neustadt entdeckt.
Hieraus ist ersichtlich, dass 19 Gebäude zerstört, 14 schwer beschädigt und 169 Häuser durch diese Bomben leicht beschädigt wurden. Das Gelände am Bahnhof glich einem Kraterfeld und auch der Farrenstall war stark beschädigt.
Im Bericht von Bürgermeister Wilhelm Maier an das Landratsamt ist vermerkt: „ Am Samstag, 30. September 1944, vormittags 10.30 Uhr überflogen vier feindliche Flugzeuge den Luftraum der Gemarkung Löffingen und beschossen mit Bordwaffen den am Bahnhof rangierenden Güterzug beziehungsweise dessen Maschine“. Zu diesem Zeitpunkt kam ein Lastwagen der Wehrmacht mit Anhänger die Hauptstraße herunter.
Dieser suchte Deckung in der kleinen Nebenstraße an der Eggertengasse zwischen den Gebäuden Paul Guth und Xaver Geiger. Dabei hat das Fahrzeug den angebauten Holzschopf gerammt, kann man aus einem weiteren Bericht entnehmen, den Gwinner entdeckte.
Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Anbau des Holzsschopfes von Kaufmann Xaver Geiger völlig zerstört. Später wurde der Schaden durch Baumeister Heinrich Wider auf 800 Reichsmark geschätzt. Am Bahnhof blieb die Maschine des Güterzugs mit vielen Einschussstellen auf den Gleisen stehen.
Den ganzen Tag über, so heißt es weiter, wurden die Landwirte auf dem Feld „von den Mordfliegern belästigt“. Im Gelände Bühl und Heuburg erfolgte Bordwaffenbeschuss auf Menschen und Tiere. Zum Glück hatte an diesem Tag Löffingen keine Opfer von Personen oder Vieh zu beklagen.
Am 22. Februar 1945 brannte die Kistenfabrik der Firma Benz lichterloh. Feuerwehren aus dem Umkreis unterstützten die Löffinger Restwehr und die weibliche Feuerwehr, die unter der Leitung von Karl Glunk und Franziska Heiler stand.
Das Löffinger Sägewerk Benz war ab Februar 1945 nicht mehr produktionsfähig, da durch die Fliegerangriffe über 50 Prozent beschädigt war.
