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Kreis Tuttlingen Rätselhaftes Licht am Heiligabend-Himmel verunsichert die Region

25.12.2011
Von sk/dpa
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Der helle Lichtschweif, der zu Heiligabend am europäischen Nachthimmel für Aufsehen gesorgt hat, hat auch die Menschen in der Region verunsichert. Bei den Notrufzentralen gingen zahlreiche Anrufe ein. Besorgte Bürger vermuteten einen Flugzeugabsturz. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste waren bei der Suche nach einer vermeintlichen Absturzstelle mit über 80 Einsatzkräften im Einsatz.
Exakt um 17.30 Uhr liefen die Telefone bei den Notrufzentralen der Polizei in den Landkreisen Tuttlingen, Schwarzwald-Baar, Sigmaringen und im Bodenseeraum heiß. Wie die Polizei berichtet, gingen innerhalb von zehn Minuten über 60 Anrufe ein, die weiteren konnten gar nicht mehr registriert werden.

Alle Anrufer - Autofahrer, Passanten, Gottesdienstbesucher, die auf dem Weg zur Kirche waren - sahen am klaren Himmel einen leuchtenden Feuerball mit einem Schweif auf die Erde stürzen, der sich am Ende in mehrere brennende Einzelteile auflöste. Die meisten Zeugen vermuteten einen Flugzeugabsturz, waren tief erschrocken. Bei vielen von ihnen kam dabei der Zusammenstoß zweier Verkehrsmaschinen bei Überlingen in Erinnerung. Die Polizei nahm sofort Kotakt mit der Flugsicherung bei den Flughäfen Stuttgart und Zürich auf. Von beiden Seiten erhielt sie jedoch die Bestätigung, dass alle registrierten Maschinen auf dem Radar zu sehen seien, kein Passagierflugzeug abgestürzt seien. Allerdings würden kleine Flugzeuge in den unteren Schichten nicht überwacht werden.

Weil jedoch zu viele Zeugen sicher waren, einen vermeintlichen Absturz einer Verkehrsmaschine beobachtet zu haben und der Bereich Neuhausen ob Eck mehrmals vermutet worden war, setzte die Polizei alle verfügbaren Kräfte zum Absuchen der Gegend ein. Noch während dieser Anlaufphase gab es weitere Meldungen, dass im Raum Neuhausen ob Eck aufsteigende Rauschwaden gesichtet worden seien.

Die Polizei löste daraufhin zusammen mit der Rettungsleitstellte des Landkreises Tuttlingen Alarm für die Feuerwehren und die Rettungsdienste aus. Mit mehreren Einsatzfahrzeugen eilten die Feuerwehren aus Tuttlingen und Neuhausen ob Eck und die DRK-Bereitschaften nach Neuhausen ob Eck. Die ebenfalls angeforderte Polizeihubschrauberstaffel in Stuttgart konnte wegen schlechten Wetters allerdings nicht bis nach Neuhausen fliegen.

Während Polizei und Rettungskräfte nach der vermeintlichen Absturzstelle suchten, verdichteten sich die Informationen, dass ein Meteorit in die Erdatmosphäre eingedrungen und verglüht sein könnte. Gegen 20 Uhr wurde die Suche nach einer vermeintlichen Absturz- beziehungsweise Einschlagstelle eines Meteoriten dann abgebrochen. Die im Laufe des Abends bei Neuhausen ob Eck entdeckten Rauschwaden erwiesen sich im Nachhinein als aufsteigender Bodennebel, heißt es im Polizeibericht.

Am 24. Dezember war das Himmelsphänomen abends über Teilen Deutschlands, Belgiens, Frankreichs und der Niederlande beobachtet worden und hatte für Irritationen gesorgt. Aufgeregt riefen beim Radiosender Antenne Thüringen viele Hörer an. Auch in Hessen und Nordrhein-Westfalen sprachen Menschen von dem hellen Schein. Ein Sprecher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ging in einer ersten Einschätzung noch von einer Meteoriten-Sichtung aus, bevor das DLR am Sonntag bekannt gab, dass es sich um den verglühenden Teil einer Sojus-Rakete gehandelt habe. Eine Gefahr für die Bevölkerung habe zu keiner Zeit bestanden. Alle Polizeimeldungen aus der Region im Onlinedossier
Wenigstens weiß man jetzt, wie die Menschen heute reagieren
würden. :)

Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes in Betlehem in Judäa geboren worden ...
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