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Königsfeld Widmann-Mauz für Telemedizin

Königsfeld (log) Interessantes im Bereich der Gesundheitsversorgung erhielten circa 60 Patienten, Mitarbeiter und Ärzte der Albert-Schweitzer- und Baar-Klinik sowie weitere Besucher am Montag von einer Expertin: Annette Widmann-Mauz (CDU). Die 49-jährige parlamentarische Staatssekretärin des Bundesministeriums für Gesundheit und Mitglied des Bundestags besuchte auf Einladung des CDU-Ortsverbandes Königsfeld die Klinik und referierte über das Thema Gesundheit im Alter. Große Herausforderungen: Weil die Lebenserwartung der Menschen immer weiter steige, stehe man im Gesundheitswesen vor einer großen Herausforderung. Deutschland habe eines der besten Systeme der Welt. .

Ziel sei es nicht, das System strukturell so weiter zu entwickeln, dass es gute medizinische Versorgung nur noch in Großstädten gebe. Gleichzeitig versorgt, bedeute aber nicht, überall gleich. Bereits vor sechs Jahren hätten Bund und Länder begonnen, Hausärzte im ländlichen Raum zu fördern. Der CDU/CSU-Bundestagsfraktion sei es ein Anliegen, Patienten auch zukünftig dort gut zu versorgen, wo sie wohnten, versicherte die Gesundheitsexpertin. Alte oder pflegebedürftige Menschen bräuchten eine andere Betreuung und Behandlung als beispielsweise ein junger Sportler. Da sollte schon bei der Ausbildung darauf reagiert werden, um später eine bessere Entlohnung zu bekommen.

Pflegeaufwand berücksichtigen: In den Pauschalen müsse der pflegerische Aufwand stärker berücksichtigt werden, das schaffe andererseits aber auch mehr Bürokratie. Mit einem Innovationsfonds sollen Projekte gezielt gefördert werden, wodurch neue Wege in der Versorgung beschritten werden könnten. Dazu zähle die Telemedizin. Mit ihr könnten räumliche Hürden überwunden werden. Das sei immer dann wichtig, wenn Hilfe, wie bei einem Schlaganfall, schnell gehen müsse. Da sollten sich die Menschen öffnen, forderte die CDU-Politikerin. Die elektronische Gesundheitskarte könne einen Medikationsplan enthalten, womit Ärzte gefährliche Wechselwirkungen erkennen könnten. Eine Besucherin beklagte sich über die Bezahlung der Pflegekräfte. Wie solle man sich da für diesen Beruf begeistern, allein der Spaß reiche da nicht aus. Klinikchef Ralf Ruchlak sah genau da die Politik in der Pflicht. Sie müsse den Pflegeberufen den Rücken stärken, da sie nicht so einfach für höhere Löhne streiken könnten, wie beispielsweise Stahl- und Metallfacharbeiter.

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