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04.02.2012  |  von  |  0 Kommentare

Königsfeld Königsfelder bekommt dubiose Anrufe aus der Inkasso-Zentrale

Königsfeld -  Seit Anfang des Jahres bekommt ein Königsfelder dubiose Anrufe. Darin wird er aufgefordert, die Ziffer eins zu wählen. Die Polizei warnt vor solchen Telefonbetrügern

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Redakteurin Bad Säckingen

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– Erst klingelte das Telefon, dann ertönte eine melodische, deutlich zu hörende Frauenstimme: „Hier ist die deutsche Inkasso-Zentrale. Gegen Sie sind verschiedene Inkassoverfahren anhängig. Wir helfen Ihnen – dazu drücken Sie bitte die Eins.“ Diese Ansage, die vermutlich vom Band kam, hört ein 60-jähriger Mann aus Königsfeld am Freitagmorgen bereits zum wiederholten Mal. „Ich bekomme regelmäßig unerwünschte Anrufe“, berichtet der Königsfelder, der nicht namentlich genannt werden will.

Bereits Anfang des Jahres erhielt er einen Anruf, bei dem eine Stimme vom Band ertönte. Damals war es aber kein Inkasso-Unternehmen, sondern die Polizei, die ihm mit folgenden Worten vermeintlich ihre Hilfe anbieten wollte: „Hier spricht die Polizei. Leider wurden Ihre Daten missbräuchlich verwendet. Zur Verhinderung weiter Missbräuche drücken Sie bitte die Taste eins. Entschuldigen Sie bitte die Unannehmlichkeiten. Ihre Polizei.“ „Ich bin der Meinung, dass hinter beiden Anrufen die gleichen Personen stecken“, ist sich der Königsfelder sicher.

Wer die Ziffer wählt, muss zahlen Polizeipressesprecher Günter Hones warnt die Bevölkerung ausdrücklich davor, der Aufforderung nachzukommen: „Wenn die geforderte Ziffer gedrückt wird, wird ein Rückruf produziert und dabei wird den Angerufenen viel Geld aus der Tasche gezogen“, sagt Hones. Wählt der Angerufene die entsprechende Ziffer, besteht die Möglichkeit, dass er zu einer teuren Hotline oder einem kostenpflichtigen Dienst weitergeleitet wird. Wie tief das Opfer dann in die Tasche greifen muss, konnte Hones nicht beziffern. Die Polizei geht aber von einer nicht unerheblichen Summe aus. Diese Kosten könnten über die Telefonrechnung oder gegebenenfalls über eine gesonderte Rechnung belastet werden.

Der Königsfelder kam den wiederholten Anforderungen der Frauenstimme jedoch nie nach. „Ich habe mir die Ansagen angehört, danach wurde der Anruf immer automatisch aufgelegt“, sagt der 60-Jährige. Verwundert über den erneuten Inkasso-Anruf, habe sich der Königsfelder bei besagtem Unternehmen erkundigt. Dort habe man jedoch nichts von solchen Anrufen gewusst. Die Polizei, sagt der 60-Jährige, könne den Anrufern nicht habhaft werden, weil diese bei ihren Anrufen die Nummer unterdrücken.

Seit über 40 Jahren hat der Mann aus Königsfeld schon seinen Privatanschluss, im Telefonbuch steht seine Telefonnummer jedoch längst nicht mehr. Er vermutet, dass die Betrüger seine Nummer aus einer Datenbank haben. „Die Anrufe sind unangenehm. Bedroht fühle ich mich nicht, aber belästigt“, berichtet der 60-Jährige.

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