Niedereschach Burgspektakel in Königsfeld: Auf der Ruine Waldau bis ans Ende der Welt

Das Theaterstück des Rollmops-Theaters aus Villingen begeistert das junge Publikum.

Einen gelungenen Start gab es für das Kinder- und Familienprogramm beim 19. Burgspektakel auf der Ruine Waldau. "Vorhang auf" hieß es somit auch wieder am Sonntagnachmittag zur ersten Vorstellung für Kinder und Familien mit dem Kinderstück "Am Ende der Welt" des Rollmops-Theaters aus Villingen mit Olaf Jungmann als Kapitän Nojus und Kindern aus der Kindertheatergruppe des Rollmops-Theaters. Und es war kein Wunder, dass dieses Stück für Grundschüler und Vorschüler ab dem Alter von fünf Jahren empfohlen wurde. War es doch immer wieder aus dem Nichts heraus die markige, durchdringende Stimme des bärtigen Kapitäns, die manchmal sogar die Erwachsenen im alten Burggemäuer der Ruine Waldau von ihren Sitzen hochfahren ließ, in der Erzählung von einer abenteuerlichen Schiffsreise über die sieben Weltmeere, durch die Stürme am Kap Hoorn, beim Kampf mit einer Krake oder der Rettung des Kapitäns vor wilden Eingeborenen.

Und dabei hatte die Handlung einen doch eher sensiblen Hintergrund mit dem kleinen, im Rollstuhl sitzenden Mädchen Lilly, die nach einem Unfall nicht mehr richtig laufen kann und den Glauben an ihre innere Stärke verloren hat. Sie rettet sich in ausgedachte Geschichten und erfüllt sich so ihren Wunsch nach Seefahrt und Abenteuern. Als nun aber Kapitän Nojus, der Held ihrer Geschichten, plötzlich in ihrem Zimmer sitzt, wird Lilly vor eine schwierige Herausforderung gestellt. Er muss zurück in seine Geschichte gebracht werden. Das gelingt Lilly auch, doch das Blatt wendet sich. Sie landet mit in seiner Welt und findet sich auf rauer See mit all ihren Widerlichkeiten und Abenteuern wieder. Doch gerade diese und eine scheinbar sinnlose Schatzsuche lassen in Lilly die Erkenntnis um ihre eigenen Fähigkeiten und ihre ungeahnte innere Stärke wachsen.

Abenteuer, Mut und Freundschaft waren die Themen in dem Kinderstück, in dem Lilly mit dem schrulligen Kapitän so manches Abenteuer besteht und dadurch den "größten Schatz der Menschheit" wieder findet, ihren Mut, ihre Stärke und ihre Lebensfreude. Beachtenswert dabei war das schon recht spartanische Bühnenbild, ein mit Mast und Steuerrad ausgestattetes Boot und eine Kiste, die immer wieder neue Bühnenwelten bot und in die alles passt, was die Darsteller für ihre Vorstellung brauchten.

Trotzdem war das ein Theaterstück, das bei den Kindern wie auch bei den Erwachsenen bestens ankam, wie der immer wieder auflebende Szenenapplaus während der Vorstellung zeigte.

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