Königsfeld Alles von Eis bis Erste Hilfe
Mit Kopf und Herz dabei: Alexandra Durli (rechts) in ihrem Kiosk im Königsfelder Freibad Solara. Bild: Bild: Strötgen
Alexandra und Leonhard Durli betreiben den Kiosk im Freibad Solara in Königsfeld. Schon seit 16 Jahren wohnen sie mit ihren beiden Kindern, Florian und Lara, neben dem Kiosk. Der alte Pächter nutzte die Wohnung nicht und vermietete sie an die Durlis weiter. Vor sechs Jahren hörte der Pächter dann auf und die Familie entschloss sich, den Kiosk und die damit verbundenen Aufgaben zu übernehmen.
Ihr Herz hängt am Freibad und den Kindern, von denen sie viele schon von klein auf kennen. „Hier fühlen wir uns wirklich zuhause“, erzählt sie lächelnd weiter. Ihr Mann sei der eigentliche Pächter, aber sie arbeite in ihrem kleinen Familienbetrieb mit Leib und Seele mit. An Tagen mit viel Betrieb helfen auch schon mal ihre Kinder mit. Sohn Florian, 16 Jahre, steht dann beispielsweise in der Küche und macht Würstchen oder Pizzabaguettes warm.
In der Hauptsaison, bei gutem Wetter ist Alexandra Durli rund um die Uhr beschäftigt. Montags morgens um 7 Uhr fährt sie als erstes zum Großhandel und kauft Süßwaren, Brötchenteiglinge, Kaffee und Süßgetränke ein. Währenddessen hat ihr Mann schon die Tische abgewischt und Blumen und Deckchen darauf verteilt. Dann fährt Leonhard Durli zur Arbeit. Hauptberuflich ist er nämlich Kfz-Mechaniker.
Eines ihrer speziellen Angebote sind die sogenannten Ein-Euro-Süßigkeitentüten. „Für die Kinder, die sich nicht entscheiden können“, lacht Alexandra Durli. 20 bis 30 Stück stellt die gelernte Zahnarzthelferin morgens dann noch schnell zusammen. Eigentlich nicht viel, werden doch schon mal bis zu 1000 Gäste an heißen Tagen bedient. Auch Hot Dogs, Frikadellen- und Schnitzelwecken hat sie im Angebot. Besonders gut würden auch Schwimmartikel gehen, berichtet sie. Da die Nachfrage nach diesen Sachen recht groß sei, hat Familie Durli nun auch Schwimmbrillen, Schwimmflügel und Schwimmbretter im Angebot.
Geschlossen wird der Kiosk erst, wenn auch das Schwimmbad schließt. Einzige Ausnahme sind die Openair-Filmnächte im Schwimmbad. Alexandra Durli: „Da geht der Betrieb auch schon mal bis ein Uhr nachts.“ Sogar spezielle „Filmnacht“-Angebote (Popcorn, Hot Dog und Erfrischungsgetränk für zusammen drei Euro) werden den Zuschauern dann am Kiosk geboten.
Als vor zwei Jahren der Natursportpark errichtet wurde, bekam der Kiosk eine zweite Ladentheke zur anderen Seite hinaus. Seitdem verkauft Familie Durli erfrischende Getränke und kühlendes Eis auch an die Gäste des Natursportparks.
Zahlreiche kleinere Verletzungen habe sie hier auch schon behandelt, erzählt Alexandra Durli. Die Kinder fahren mit ihren Fahrrädern und Rollern oft so rasant, da seien schon mal ein paar Stürze mit Schürfwunden und Prellungen vorprogrammiert. „Ein Kind“, erinnert sie sich, „ist mal mit dem Fahrrad in die Brennnesseln gefallen. Zum Glück war mein Sohn Florian zuhause, der wusste, dass man solche Verletzungen mit Essig behandelt.“ Das hätte dann gut geholfen. „Essig für außen und ein Eis für innen“, lacht sie augenzwinkernd. Sogar den Krankenwagen habe sie schon rufen müssen. Zum Glück war es aber dann nicht so schlimm. Alexandra Durli ist jedes Mal stolz auf die Kinder, wenn sie zu ihr gelaufen kommen, um Hilfe zu bekommen. „Ich lobe sie dann, weil sie sich zu helfen gewusst haben. Aber nicht nur mit ihrem Kiosk ist Familie Durli für die Gemeinde aktiv. Seit Jahren schon spielen sie erfolgreich im Dezember den Nikolaus und den Knecht Ruprecht ehrenamtlich für einige Kindergärten und Grundschulen der Gemeinde.
