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02.03.2012  |  0 Kommentare

Immendingen Schlecker-Filialen im Ungewissen

Immendingen -  Nach Ankündigung deutschlandweiter Schließungen ist Schicksal einzelner Märkte noch unklar

Die Schlecker-Filiale an der Geisinger Hauptstraße.  Bild: Haug



Vorerst ungewiss ist das Schicksal der beiden Schlecker-Filialen in Geisingen und Immendingen, nachdem der Insolvenzverwalter am Mittwoch die Schließung von bundesweit 2410 Filialen und die Einsparung von 11750 Arbeitsplätzen angekündigt hat. Nur noch jeder zweite Schlecker-Markt hat damit in Zukunft Bestand.

Vor Ort ist das Personal schon vor der Ankündigung der Insolvenz und auch eine ganze Zeit danach nicht über die Situation der Drogeriemarktkette und die Entwicklung an der Schlecker-Spitze informiert worden. Auch nach der jüngsten Zuspitzung bleiben die Folgen für die beschäftigten Frauen zunächst unklar.

In Geisingen befindet sich die Schlecker-Filiale in exponierter Lage mitten in der Stadt. Dort sind momentan insgesamt vier Mitarbeiterinnen beschäftigt, eine davon derzeit als Springerin. Zu Beginn war der allererste Schlecker Markt noch im ehemaligen Coop-Gebäude am Postplatz untergebracht, musste dann aber der Sparkasse Platz machen. Nachdem das ehemalige Gasthaus „Falken“ abgebrochen und an dessen Stelle der Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses entstanden war, bot sich für die Geisinger Schlecker-Filiale die Gelegenheit, am derzeitigen zentralen Standort einzuziehen. Ebenfalls zentral untergebracht ist der Schlecker-Markt in Immendingen.

Die Drogerie wird von den Kunden sehr gut angenommen und hat viel Laufkundschaft. Seit sich der letzte große innerörtliche Discounter mit breitem Lebensmittelsortiment und Bedarf fürs tägliche Leben aus der Ortsmitte zurückgezogen hat, gewann Schlecker neue Kunden, die Waren außerhalb des Drogeriesortiments einkaufen.

In den letzten Wochen machte sich in den Regalen der Immendinger Filiale dann aber immer mehr gähnende Leere breit.

Personell allerdings wurde der örtliche Markt mit auswärtigen Mitarbeiterinnen aufgestockt. Nach Bekanntwerden der Insolvenz im Januar und ersten Aktionen des Insolvenzverwalters war in den letzten Tagen bei Schlecker in Immendingen wieder mehr Warenzugang bemerkbar. Nun scheint sich die Lage wieder zuzuspitzen. Wie es weitergeht, weiß man vor Ort aber nicht.

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