Hüfingen Vorfreude aufs Donau-Abenteuer
Freuen sich auf die Radtour entlang der Donau bis nach Wien: Die 20 Kinder und Jugendlichen mit ihren zehn Betreuern vom Kinderhaus am Buchberg in Behla. Bild: Vetter
Der Startschuss ertönte am gestrigen Montag kurz vor 10 Uhr für den Radtross mit 20 Kindern und ihren Betreuern vor dem Kinderhaus am Buchberg ihn Behla. Über Donaueschingen, Ulm, Regensburg, Passau, Linz führt die vierte Donau-Erlebnisfahrt rund 1100 Kilometer am Dienstag, 25. August, nach Wien-St. Margarethen an den Neusiedler See.
Die einzelnen Etappen sind zwischen 40 und 75 Kilometer lang. Heimleiter Klemens Krause-Sittnick und seine Frau Susanne haben mit ihrem Team eine Route aufgestellt, die neben Spaß auch Kultur bieten soll und durch Begegnungen mit den Menschen auch soziale Aspekte beinhaltet. Sigmaringen, Ulm, Ingolstadt, der Donaudurchbruch, Regensburg, Straubing, Passau, Linz, die Wachau sind Highlights auf der Tour, bevor man die Endstation Wien nach dreieinhalb Wochen erreicht.
Finanziert wird die Fahrt vor allem über die Jugendämter, über das Pflegegeld und Zuschüsse. „Dankbar sind wir für das Engagement vieler ehrenamtlicher Mitarbeiter. Einige opfern ihre Freizeit, ansonsten wäre die lange Radfahrt kaum bezahlbar“, so Susanne Krause-Sittnick. 1995 fuhr der Tross zum ersten Mal entlang der Donau. Bei der Wiederholung 2002 überflutete eine Hochwasserkatastrophe teils den Donauradweg und ein Weiterfahren wurde unmöglich. Durch Zufall knüpfte man Kontakte zum Freizeitzentrum Neusiedler See/Wien. Die Gemeinde Neusiedler See zeigte sich äußert Hilfsbereit und unterstützte die „Gestrandeten“ selbstlos mit allerlei Hilfsgütern. 2003 befuhr man die Strecke zum dritten Mal und der mitgeführte Rucksack enthielt nicht nur Dankesworte für Helfer von 2002.
Zum Dank für die aufopfernde Hilfsbereitschaft überreichte das Kinderhaus am Buchberg eine große Spendensumme an die Gemeinde und pflegt bis heute einen freundschaftlichen Kontakt. Mit Hilfe des Internets findet Susanne Krause-Sittnick alljährlich Zeltmöglichkeiten während der Radfreizeit überwiegend bei Sportvereinen, aber auch auf Jugendzeltplätzen, auf Campingplätzen an Schwimmbädern oder im Vereinslokal der Naturfreunde. Nach der Tour verbringen die Radfahrer noch ein paar Aktionstage vor Ort am Neusiedler See um sich vor der Rückfahrt in den Begleitfahrzeugen eine kleine Erholungspause zu gönnen.
