Der erste Eindruck zählt. Das wissen die Stadtoberen und mühen sich, ihre Stadteinfahrten attraktiv zu gestalten, mit schönen Kreiselinseln, Bäumen oder hilfreichen Hinweistafeln. Bahnhöfe gelten allgemein als „Visitenkarten“ einer Stadt. Wer hier in einer „Schmuddelecke“ aussteigt, gibt gleich der ganzen Stadt eine schlechte Note.
Und solch ein Urteil droht auch Hüfingen, wenn Besucher das Römerbad mit dem schmucken neuen Pavillon ansteuern. Mit enormem Kostenaufwand sanierte die Stadt Hüfingen vor kurzem die Zufahrt zum Römerbad und in Richtung Mostschöpfle auf dem Schosenhof. Entlang der kleinen Parkanlage an der Breg und dem Kneippbecken wird der Besucher malerisch zur römischen Badruine geleitet.
Alles wäre perfekt, wären da nicht am Ende der Wohnbebauung private Grundstücke, die dem Passanten unweigerlich ins Auge springen: Wild zugestellt mit diversen, für den Straßenverkehr nicht mehr zugelassenen Fahrzeugen und Unmengen an sonstigen nicht mehr benutzten Utensilien.
Bereits seit Jahren gehen Klagen über diesen unschönen Zustand beim Rathaus ein. Bürger und Touristen stören sich an dem zur Anlage unpassenden Bild.
Aber der Stadt sind die Hände gebunden. „Unser Bauamt und auch das Ordnungsamt werden immer wieder auf diesen Zustand angesprochen“, sagt Bürgermeister Anton Knapp. „Leider ist die Rechtslage so, dass wir auf einem Privatgrundstück ordnungsrechtlich in keiner Weise eingreifen können.“
Freiwillige Überzeugungsarbeit fruchtete bisher leider auch nicht. Die Eigentümer reagieren auf den städtischen Wunsch nach etwas mehr Ordnung auf ihrem Hof, noch sehr verschlossen.
