Zuerst existierten die Pläne für den interaktiven „Panorama-Blick“ nur im Kopf von Felix Böhe, später ruhten sie eine ganze Weile in seiner Schublade und nun steht der erste Prototyp vor seiner Vollendung. Der Prototyp, den der 30-jährige Mundelfinger in seinem Metallbaubetrieb im Hüfinger Dreiangel entworfen und gebaut hat, ist ein Bildschirm, der mit einer Säule auf einer Drehplattform befestigt ist.Ein Blick auf die Fotos auf dem Bildschirm ermöglicht dem Betrachter Landschaften, Räume und Plätze zu „erleben“, als ob er sich selbst dort befindet.
Sozusagen kann er sich mit einem Fingerklick auf dem Bildschirm dorthin „beamen“, wo er gerade sein will und von wo er durch einen 360 Grad-Rundumblick alles wahrnehmen kann, inklusive schriftliche Informationen.
Mit dem „Panoramablick“ ist es dem Besucher also möglich, über den Bildschirm interaktiv Räume zu erkunden und zu entdecken. Diese bahnbrechende „Neuheit“ des Meisters des Metallbaus und der Konstruktionstechnik erlebt im Hüfinger Rathaus nach der Fastnacht seine erste „Testphase“. Denn im Hinblick auf die bevorstehenden Heimattage mit ihren zahlreichen Veranstaltungen ist diese Säule mit den interaktiven Blicken auf die Tourismusangebote und Sehenswürdigkeiten Hüfingens eine echte Trumpfkarte, die von Tausenden von Besuchern genutzt werden kann.
Felix Böhe, der sich vor einem guten Jahr mit seiner Firma Böhe Metallbau im Dreiangel selbstständig gemacht hat und sich auf Geländer, Vordächer, Treppen und Edelstahl-Verarbeitung spezialisiert hat, ist seit Tagen mit seiner Kamera in Hüfingen unterwegs, um für den interaktiven Stadtrundgang mit seinen Sehenswürdigkeiten die passenden Bilder zusammenzustellen. Dabei fotografierte er alles, was Hüfingen an touristischen und kulturellen Schätzen zu bieten hat und natürlich auch das Stadtbild für den Rundgang.
Und wie funktioniert dasa Ganze? Kommt ein Gast an die Säule im Rathaus, die übrigens benutzerfreundlich auch von älteren Besuchern per Touch-Screen bedient werden kann, orientiert sich dieser erst einmal anhand einer Sichtkarte aus der Luft über die Hüfinger Innenstadt. Die Sehenswürdigkeiten sind dabei gekennzeichnet und durch eine kurze Berührung mit dem Finger findet sich der Gast mitten im Römerbad, der Stadtkirche oder in einem Restaurant und kann durch einen „Rundumblick“ erste Eindrücke erhalten. Weitere Informationen wie Geschichte, Hintergrund oder eine Speisekarte vervollständigen diese perfekte Präsentation.
Durch das Drehen der Säule auf der Plattform, die fest mit dem Bildschirm verbunden ist, können so die Besucher jeden gekennzeichneten Ort aus einer Sichtweise von 360 Grad erblicken, sie müssen sich dabei entsprechend mit dem Bildschirm drehen. Für die Testphase wird der interaktive Panorama-Blick von Felix Böhe mit acht Elementen bestückt und zwar einem Stadtrundgang, der Gastronomie, Museen, Veranstaltungshöhepunkte, Stadtteile, Sport aktiv, Radfahren und Wandern sowie einem Merkmal für Sponsoren und Partner.