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Hüfingen Rettung für Hüfinger Kofenweiher in Sicht

Gegen zu wenig Sauerstoff im Wasser soll ein höherer Zulauf im Sommer und ein geringerer im Frühjahr helfen. Zu viele Nährstoffe schaden der Wasserqualität.

Um die Gesundheit des Kofenweihers steht es nicht zum Besten. In der Versammlung der Fischervereinigung klärte Landschaftsbiologe Joachim Tonhöfer darüber auf, welche Schlüsse man aus den einjährigen intensiven Untersuchungen des Kofenweihers im Jahr 2015 gezogen hat. Die Fischer sind stark daran interessiert, dass die Wasserqualität in dem See im Herzen Hüfingens wieder steigt. Schon seit einigen Jahren bringen die Mitglieder Laich-Hilfen aus, da es mangels Sauerstoff kaum Wasserpflanzen gibt, an denen die Fische ihre Eier abstreifen können.

Bereits im Jahr 1994 hat man bei ersten Untersuchungen festgestellt, dass der See stark nährstoffbelastet ist. Das bewirkt einen erheblichen Sauerstoffmangel im grundnahen Bereich des Gewässers, einen Verlust der darin vorkommenden Lebewesen und Fischarten, eine zunehmende Verlandung sowie ein vermehrtes Algenwachstum und nicht zuletzt eine Beeinträchtigung der Freizeitnutzung. Ein Einlauf von der benachbarten Breg brachte bisher keine Verbesserungen.

Die Untersuchungen umfassten unter anderem Messungen, wie stark der See in den verschiedenen Monaten des Jahres bei unterschiedlichen Witterungsverhältnissen belastet ist, wie Starkregen und Schönwetterperioden Einfluss nehmen sowie die Wassermenge, den Geruch und die Einfärbung des Wassers.

Die Ergebnisse brachten zu Tage, dass der PH-Wert in den Sommermonaten kritisch ist und durch den Sauerstoffmangel in der Tiefe eine Schädigung für Fische vorliegt. Leben in der Tiefe ist daher nur eingeschränkt möglich. Blaualgen und Kieselalgen sind vermehrt anzutreffen. Besonders im ersten Halbjahr ist der See durch das einfließende Bregwasser stark mit Phosphor belastet was eine interne Rückdüngung im zweiten Halbjahr mit sich bringt. Die Werte liegen deutlich über der festgelegten Richtlinie.

Die Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität konzentrieren sich daher auf die Reduzierung des Phosphorvorkommens. Mit der Erhöhung des Wasserzuflusses aus der Breg in den Sommermonaten und einer ebensolchen Reduzierung im ersten Halbjahr könnte dem Gewässer kostengünstig geholfen werden. Voraussetzung ist, dass die Breg im Sommer genügend Wasser führt. Dies hätte zur Folge, dass genügend Algen ausgeschwemmt werden und ein interne Nährstofffreisetzunge erfolgt. Eine Verbreiterung des Einlaufs könnte mit Steinriegel so gestaltet werden, dass hier mit einem natürlichen Regler genügend Wasser in den Kofenweiher fließt.


Das Gewässer

Der Kofenweiher ist im Jahr 1960 aus dem Kiesabbau heraus entstanden. Er gilt als stadtnahes Herzstück unter den Gewässern Hüfingens und lädt in dem Sommermonaten zum Baden und Sonnen ein. Die belastete Wasserqualität wegen erhöhtem Nährstoffgehalt macht allerdings auch bedenkenloses Baden problematisch, da in heißen Sommertagen der See umzukippen droht.

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