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Hüfingen Kühe genießen ihre eigene Wellness-Oase

07.09.2012
Hüfingen -  Christian Sauter hat eine Kuh-Dusche entwickelt. Senioren staunen bei Besuch im Neuwiesenhof.

Für tierisches Wohlbefinden sorgt die ausgetüftelte Bewässerungstechnik der „Kuh-Dusche“ auf dem Aussiedlerhof Sauter in Behla.

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Die Landwirte in der Region haben ihre Ernte eingefahren, und wenn bis in wenigen Wochen der Mais gehäckselt und die Äcker auf den Herbst hin bestellt werden, kann der Winter Einzug halten. Siegfried und Claudia Sauter vom Neuwiesenhof in Behla sind zufrieden mit ihrem Ernteertrag, der auch das Einkommen der Söhne Markus (23) und Christian (22) sichern muss.Familie Sauter lud vor wenigen Tagen den Behlaer Rentner-Club auf den ausgesiedelten Landwirtschaftsbetrieb ein, um nach einer interessanten Betriebsführung mit der älteren Generation das sogenannte „Sichelhänke-Fest“, der das Ernte-Ende bezeichnet, zu feiern.

Die zum Teil eingefleischten Agrar-Kenner staunten nicht schlecht, als sie Zeugen davon wurden, wie Sauters Milch-Fleckvieh sich im neu angebauten, hochmodernen Stall in der „Wellness-Oase“ wohlfühlt und das „Dusch-Angebot“ unter der Sprenkel-Anlage gerne annimmt. Christian Sauter, gelernter Landmaschinenmechaniker und derzeit in Ausbildung zum Landwirt, schmunzelt und klärt die verwunderten Gäste auf.

„Durch die große Querlüftung in unserem offenen Stalltrakt ergab sich in den Sommermonaten das Problem, dass der Kuhdung in den offenen Spalten, durch die er eigentlich hindurch fallen sollte, antrocknete. Wir konnten den Mist nur noch mit äußerst großem körperlichen Einsatz entfernen.“ Daraufhin machte sich Tüftler Christian ans Werk und entwickelte innerhalb einer Woche die bahnbrechende Lösung fürs Problem: Mit ¾-Zoll-Wasserrohrleitungen auf einer Gesamtfläche von rund 80 Metern schuf er in einer Ring leitung eine Sprenkel-Anlage mit feinsten Düsen. So wird der Mist durch den Sprühnebel befeuchtet und fällt fast von allein durch die Bodenritzen.

Diese Errungenschaft machen sich nun 100 Stück Fleckvieh von Juni bis September zu eigen und stehen bis zu vier Mal am Tag in den Startlöchern, um sich bei sommerlichen Temperaturen im Laufgang zu erfrischen. Mit dem magnetischen Erkennungschip am Hals kann jedoch jede einzelne Kuh dem Angebot durch die Selektionstore ausweichen und selbst entscheiden, ob sie den „Wellness-Bereich“ besuchen möchte, den trockenen Liege- und Fressbereich vorzieht oder im Stall, der sich durch einen geregelten Kuhverkehr auszeichnet, eher zum Melkstand-Roboter möchte. Von dort werden die aufgefangenen Milchmengen in einen 8000-Liter-Milchtank gepumpt.

Die neue Errungenschaft bedeutet für die Familie eine erhebliche Arbeitserleichterung im Stall und außerdem schwirren weniger Fliegen umher. Zudem wird der Hitzestress für die Tiere an heißen Sommertagen vermieden. Außerdem sei der Wasserverbrauch äußerst gering gehalten.

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