Hüfingen Hüfinger Sommertheater erstmals mit eigenem Orchester

Kai Armbruster hat die Musik komponiert. Zwölf Musiker haben sich gefunden. Am Mittwoch gleich zwei Premieren

Das Hüfinger Sommertheater ist ein ganz besonderer kultureller Höhepunkt, der von vielen Gästen aus der ganzen Region geschätzt wird. Am Mittwoch findet die Premiere für das Stück "Das Artefakt" aus der Feder des professionellen Regisseurs Paul Siemt statt. Doch in diesem Jahr gibt es noch eine zweite Premiere zu feiern, denn erstmals werden die Handlungen und verschiedenen Szenen durch musikalische Einsätze eines kleinen Orchesters begleitet. Paul Siemt will damit das Geschehen auf der Bühne und an den unterschiedlichen Spielorten für die Zuschauer noch wirkungsvoller gestalten.

Kai Armbruster hat gezielt für das neue Stück die Musik komponiert. Er hatte bereits schon bei dem großen Erfolg von "Das kalte Herz" vor zwei Jahren einzelne Spielszenen musikalisch begleitet. Der aus Donaueschingen stammende professionelle Musiker hat ein Studium am Hohner-Konservatorium absolviert und unterrichtet an der Musikschule in Donaueschingen sowie in Blumberg Akkordeon und elementare Musikpädagogik. Darüber hinaus ist er in der recht neuen und innovativen Jazz-Funk Band Tuba zu hören, die derzeit in der Region Aufmerksamkeit erregt.

Kai Armbruster hat schon öfters komponiert und besitzt dafür die nötige Begabung. Über die Jahre hat er sich diese Eignung aber auch hart erarbeitet. Nachdem Paul Siemt bei ihm im vergangenen Jahr anfragte, ob er für das Stück "Artefakt" die Musik schreiben möchte, hat er sich zunächst in die Texte eingelesen, um den Ablauf des Stücks und der Szenen kennenzulernen. Denn die Musik soll ja maßgeschneidert auf die Handlungen passen.

Es folgten viele Absprachen am Telefon über die Dauer der Sequenzen, die Art der Musik zu den verschiedenen Stimmungen und vieles mehr. Um den Ablauf und das Zuhören zu erleichtern, wird die Musik nur ertönen, wenn die Schauspieler nicht sprechen. Denn unter freiem Himmel wären die Texte sonst nicht mehr verständlich. Die Musik soll ja auch nur die Wahrnehmung und die Handlungen auf der Bühne verstärken.

"Der Anspruch liegt darin, dass die Musik nicht im Vordergrund stehen soll, sondern sich stets mit den Szenen und Handlungen gemeinsam zusammenfügt, um gewisse Stimmungen zu erzeugen" erklärt Armbruster seine Arbeit. "Das war nicht immer ganz einfach und ich habe viel geknobelt, wie ich es machen soll, damit das Stück die richtige Klangfarbe erhält".

Anstrengend war anschließend die Suche nach den Musikern, die in der Lage sind, das musikalische Ergebnis zu dem Schauspiel umzusetzen. Es fanden sich dann aber Musikstudenten, professioneller Musiker und auch Lehrer, die Lust verspürten, mitzumachen. Das siebenköpfige Orchester muss teilweise zweifach besetzt sein, da Urlaub, Krankheit und sonstige Ausfälle bei immerhin zwölf Aufführungen einkalkuliert sein sollten.

Doch auch diese Aufgabe gelang Kai Armbruster, der wie Regisseur Paul Siemt einen hohen Anspruch an die eigene Arbeit hat. "Wenn ich etwas mache, möchte ich es gut machen und das bestmöglichste Ergebnis erzielen", beschreibt der 41-jährige sein Ziel. Seit einigen Tagen wird live geprobt. "Ich habe das Gefühl, die Musik passt ganz gut zu dem Stück, dennoch bin ich gespannt, wie es beim Publikum ankommt", sagt Kai Armbruster.

Das Orchester

Das maßgeschneiderte Orchester für das Hüfinger Sommertheater setzt sich wie folgt zusammen: Saxophon Fabian Martin und Iris Gojowczyk, Posaune Benedikt Elsässer und Konstantin Elsässer, Geige Karin Stocker-Werb, Cello Stefanie Schempp-Demiriz und Annalea Kempter, Harfe Celine Esterle, Schlagwerk Manuel Martin und Valentin Moosmann und Klavier Kai Armbruster. (gal)

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