Hüfingen Heraus aus dem Freizeit-Abseits
B05: „No Limit“
Doch die Anschaffungskosten für die speziellen Sportgeräte sind enorm hoch und können von den Mitgliedern allein nicht gestemmt werden.
Die Macher von „No Limit“ um den Gründer und Vorsitzenden Rainer Siebold aus Hüfingen möchten in diesem Sommer jungen Menschen mit Behinderung während eines dreitägigen Wasserskicamps das Gefühl von Freiheit und Abenteuer sowie eine Auszeit aus dem Rollstuhl-Alltag vermitteln. Der Verein hat schon im Jahr 2009 erfolgreich eine Wasserski-Freizeit durchgeführt, das Projekt soll nun wegen seiner großen Beliebtheit zum festen Bestandteil der Vereinsaktivität von „No Limit“ werden.
Angefangen hat die Vereinstätigkeit mit Winter-Skikursen für behinderte Menschen im Schwarzwald mit einem Mono-Ski. Dabei konnten schon etliche Jugendliche die Freuden des Schnee-Sports erfahren, und alle hatten sehr viel Spaß miteinander. Die Skifahrer werden von versierten Skilehrern wie Rainier Siebold angeleitet. Beide Arten des Skifahrens werden von den Beteiligten schnell erlernt, so dass diese bald allein fahren können und darüber mächtig stolz sind.
Das diesjährige Wasserski-Camp ist für Anfang Juli in Konstanz geplant und mit großem finanziellem und ideellem Aufwand verbunden. Fünf Teilnehmer ab zehn Jahren können das Leben im Camp wie andere Jugendliche genießen und einige Tage den Rollstuhl-Alltag verlassen. Für jeden steht ein Betreuer parat, und schon der Umstand dass gezeltet wird, verheißt Abenteuer.
Für das Wasserski-Fahren stehen ausgebildete Ski-Lehrer zur Verfügung, die hauptsächlich beim Start behilflich sind. Auf einem breiten Ski, ähnlich einem Wake-Board, ist ein Sitz montiert. Jugendliche sind sofort voller Begeisterung bei der Sache. Erstaunlich schnell lernen sie ihren Körper zu koordinieren, schon nach einigen Versuchen können sie bald allein fahren. Dabei entwickelt sich bei den Teilnehmern ein Gefühl für Wasser, Technik, Gleichgewicht und Geschwindigkeit und sie erleben ein einmaliges Freiheitsgefühl, wie sonst selten.
Dazu kommen andere Attraktionen, die das Leben im Camp mit sich bringt: Grillabende, Lagerfeuer, Ausflüge und mehr. Die Erziehung zur Selbstständigkeit stellt sich ganz von alleine ein, denn jeder ist stolz, möglichst viel allein zu können. Das Ausleihen spezieller Wasserski, die Miete für das Motorboot sowie der Einsatz der Ski-Lehrer und mehr stellt einen ernormen finanziellen Aufwand dar, hier hofft der Verein auf Unterstützung durch Spenden.
