Mundelfingens Sportlerball servierte einen köstlichen Abend voller Wortwitz und Humor. Doch mancher Stuhl blieb unbesetzt
Ob es an der Kälte lag? Der Ideenmreichtum des Sportverein-Teams war an dieser traditionellen Veranstaltung jedenfalls wie immer ungebrochen. Gekonnt moderierte Kurt Kammerer das Programm in der Aubachhalle und begab sich im Jahr 2062 mit seinem Publikum auf Zeitreise: zurück von seiner eigenen Zeugung bis zur politischen, wirtschaftlichen und sportlichen Blüte Mundelfingens. Nach dem anhaltenden Aufstieg der ersten Mannschaft Sportplätze so weit das Auge reicht, ein vierstöckiges Clubhaus ermöglicht den Blick über den Randen zu den östlichen Alpen. 2031, im Jahr der Gründung des Großherzogtums Mundelfingens, nach der Erklärung der politischen Unabhängigkeit und der Eingemeindung von Hüfingen, Bräunlingen und Donaueschingen, ist das Gewerbegebiet auf Expansionskurs.
Für die Übernahme der Mercedes-Werke stellt die Nachbargemeinde Ewattingen Parkplätze zur Verfügung. Mä(der)-Rei(ner)-Ki(ndler) übernehmen die fürstlichen Sägewerke, bereits 2016 „schluckt“ die Aubachbrauerei die Fürstlich Fürstenbergische. Bernhard Merz entwickelt den Solarjet. Die Weichen für die Blüte dieses Dorfes werden gelegt mit Austritt aus der Euro-Zone und der Einführung der Solarmark unter Ortsvorsteher Michael Jerg 2013.
Drei Sketches mit tollen Akteuren trugen zur Unterhaltung des bestens gelaunten Publikums bei. Karl-Heinz Gut und Otto Allaut glänzten als Ehepaar, Johannes Held und Thorsten Kaiser als aalglatte Handelsvertreter, gemeinsam mit Peter Allaut. Michael Bächle, Martin Kindler, Michael Kindler, Daniel Springindschmitten und Benedikt Gut sangen und posierten, um Rapunzels Single-Dasein zu beenden.
Die Baar-Rock-Band unterhielt musikalisch in der Halle, DJ Daniel anschließend in der Bar.