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Gütenbach Faller startet mit Modellbau-Ausstellung nach Insolvenz

06.05.2010
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Die Gütenbacher Modellbau-Firma Faller setzt auf modernisierte Ausstellung am Standort. Das neue Konzept soll junge Leute für das Hobby begeistern und so den Nachwuchs sichern.

Kommentar: Der richtige Weg

Gütenbach – Das Traditionsunternehmen Gebr. Faller GmbH blickt nach dem Ende des Insolvenzverfahrens wieder positiv in die Zukunft. Auf insgesamt drei Stockwerken entsteht eine neue Ausstellung, die die Geschichte und das aktuelle Portfolio der Modellbaufirma zeigen soll.

„Als klar war, dass wir das mit der Insolvenz schaffen, haben wir sofort losgelegt“, sagt Stefan Rude, Leiter der Marketingabteilung bei Faller. „Zunächst haben wir dafür eigene Mitarbeiter eingesetzt, vor allem unsere Werkzeugbauer.“ Inzwischen sind auch externe Handwerker auf der Baustelle im Einsatz.

Die bisherige Ausstellung war zu dunkel, der heutigen Zeit nicht mehr angemessen. In Zukunft soll alles heller und moderner sein. Die Präsentation soll sich an ein jüngeres Publikum richten, denn es fehlt am Modellbau-Nachwuchs. Deshalb wird es verstärkt Bastelangebote geben. „So können Kinder erste Erfahrungen machen und werden an das Hobby herangeführt“, sagt Rude.

In der offenen Werkstatt können die Besucher mitverfolgen, wie Anlagen für Messen entstehen. „Diese Produkte müssen sie einfach aufgebaut sehen“, sagt der Marketingleiter. Er greift zu einer Verkaufsschachtel mit einem Bausatz für ein Fachwerkhaus. „So hat das einfach keine Emotion.“ Bei einer großen Modelllandschaft sei das hingegen anders. „Selbst wenn Sie nicht dieses Hobby haben, sind sie fasziniert“, ist sich Rude sicher.

Damit diese Faszination erhalten bleibt, will Rude einen permanenten Wechsel in die Ausstellung bringen. „Neue Modelle, neue Themen – damit ständig etwas passiert“, erklärt er, wie er einen Anreiz für einen häufigen Besuch geben möchte. „Die Ausstellung soll ein Ausflugsziel werden“, sagt der Marketing-Chef. Für die historische Schau im ersten Obergeschoss steht dafür jedenfalls ein großer Fundus bereit. Dazu gehört unter anderem auch die erste Ausstellungsanlage aus den 50er Jahren.

Und damit die Besucher daheim sofort losbasteln können, wird auch der Shop auf die Präsentationsfläche umsiedeln. Bisher hat der fensterlose mit Regalen und Produkten vollgestopfte Laden eher den Charme eines Lagerhauses. In Zukunft sollen weniger Produkte schöner angeboten werden.

Welche Bedeutung die Ausstellung für Faller hat, zeigt die Beibehaltung der Grundfläche. Gleichzeitig musste die Firma nämlich infolge des Insolvenzverfahrens einen kompletten Gebäudekomplex räumen. Die Häuser im Zentrum Gütenbachs werden geräumt und die Produktion rückt im Faller-Hochhaus zusammen.

Dort drehen dann voraussichtlich ab Juni auch wieder die kleinen Autos ihre Runden auf den Modellbau-Landschaften – auch für die verbliebenen Mitarbeiter ein Zeichen, dass es weiter geht.

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