Geisingen Zunftabend als Bühne der Filmhelden
Bild: Paul Haug
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Gruppen mit einer jahrzehntelangen Bühnenerfahrung, aber auch junge Debütanten, die ihren Auftritt sehr gut präsentierten. Der neue Zunftmeister Christoph Moriz hatte ebenfalls seine Bewährungsprobe, die er mehrfach auf der Bühne bestand. Nach dem Einmarsch und seiner ersten Begrüßungsrede galt es langjährige Narren der Zunft zu ehren. Nach dem gemeinsamen Hexen- und Latscharitanz trat Moriz als Tante des neuen Zunftmeisters auf und wetterte unter Beifall über das teilweise mehr als fragwürdige TV-Programm. Denn das Motto hieß ja „Alles vu Film und TV könnet mir z'Kirche-Huse au“.
Durch das Programm führten ebenfalls zwei Neulinge in diesem Amt, Manuel König und Jonas Amann. Der Musikernachwuchs hatte seinen ersten Auftritt als Tänzer, einstudiert hatten dies die Jugendlichen selbst. Die „schreckliche Gruppe“ wie sie sich nannte, erhielt natürlich tosenden Beifall. Die Latscharifrauen führten allerlei Movie-Stars mit dem stimmungsvollen Sister-act zum Schluss auf. Der „Allefänzgie Haufen“ mit Elvira Elsässer serviert wie immer tänzerische Glanzpunkte schon weit über drei Jahrzehnte, in diesem Jahr als Crazy Ladies.
Die Hexen und Latscharis zeigten in diesem Jahr das Fernsehballett, die Mafiagruppe sorgte für Stimmung und war ein weiterer Höhepunkt. Die Sportgemeinschaft hielt eine Gerichtsverhandlung ab, bei der Zeuge, Klägerin, Angeklagter usw. nur immer die gleichen Worte oder Sätze sagten. Die „Durschtige Männer“, die Triker, zeigten zum Schluss als Daltons Urenkel noch einen Tanz, ehe nach dem Finale die Guggenmusik Kaputte 13 ihren obligatorischen Auftritt hatte.
Beim Zunftabend galt es auch langjährige Akteure der Fasnet zu verabschieden. Zwei neue Ehrenmitglieder hat nunmehr die Narrenzunft Latschari 1911 Kirchen-Hausen. Sechs Narrenräte wurden verabschiedet, insgesamt kamen sie auf 107 Dienstjahre. Die meisten davon hat Siegbert Moriz, der 50 Jahre im Elferrat war, davon 45 Jahre als Zunftschreiber. Seit 56 Jahren ist er insgesamt für die Fasnet tätig. Er wurde wie Reinhard Heim zum Ehrenmitglied ernannt. Reinhard Heim war 24 Jahre Elferrat, davon neun Jahre als stellvertretender Zunftmeister und dann vier Jahre lang als Zunftmeister. Unter seiner Regie wurde das 100-jährige Bestehen gefeiert. Beide erhielten die Ehrennarrenkappe, Urkunden und Präsente, Rita Moriz ferner noch einen Blumenstrauß.
Weiter wurden die Elferräte Thomas Volk, der 15 Jahre in diesem Amt war, Ingo Hirt mit neun Jahren Elferrat, Lothar Schelling mit fünf und Michael Gronmayer mit vier Jahren Narrenratstätigkeit verabschiedet. Diese vier bekamen als Dank ein Bild von der Narrenzunft überreicht.
