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Geisingen Werkzeugspezialist investiert kontinuierlich

23.07.2010


Geisingen – Auf die Spuren der Zuschüsse der Europäischen Union begab sich gestern Nachmittag der EU-Abgeordnete Andreas Schwab (CDU): Er besuchte die Firma von Heinrich Engesser, Werkzeug- und Formenbau GmbH, die beim Kauf der ehemaligen Frischdienstzentrale Zuschüsse aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung erhalten hatte. „Im Jahr 2008 wurden die EU-Transparentrichtlinien beschlossen und seit Anfang des Jahres 2009 gibt es eine Liste aller europäischen Mittel, die vergeben wurden“, erklärte der 37-jährige Abgeordnete im SÜDKURIER-Gespräch und wies darauf hin, dass es ihn sehr interessiert, wie die zur Verfügung gestellten Mittel verwendet wurden.

In seinem Wahlkreis Südbaden erhielten in den vergangenen Jahren insgesamt 92 Betriebe EU-Zuschüsse. Laut Isabell Siedler, die für die Wahlkreisbetreuung zuständig ist, wurden 20 Betriebe angeschrieben, die die höchsten Förderungen erhalten haben. „Doch leider haben nur Heinrich Engesser und noch eine weitere Firma einem Besuch zugestimmt“, informierte Siedler.

Sehr beeindruckt zeigte sich Schwab vom Unternehmen, das 2008 in seine neuen Räumlichkeiten in der ehemaligen Frischdienstzentrale umgezogen ist. Als seriöse Methode bezeichnete der Abgeordnete die Wiederbelebung einer Industriebrache, wie es Engesser gemacht hatte. Rund 200 000 Euro flossen an Zuschüssen, wovon 50 Prozent vom Land und 50 Prozent von der EU kamen. „Der Zuschuss deckte rund zehn Prozent der Investitionskosten“, erklärte Engesser dem Abgeordneten.

Bei der Betriebsführung informierte der Unternehmer, dass er in den vergangenen drei Jahren, von 2006 bis 2009, rund 2,5 Millionen in neue Maschinen investiert habe. „Auch während der Wirtschaftskrise, aus der wir mit einem blauen Auge davongekommen sind, konnten wir noch investieren“, betonte der Werkzeugmachermeister, der 70 Mitarbeiter und derzeit zwölf Auszubildende beschäftigt. Beeindruckt zeigte sich Andreas Schwab vom sogenannten Toolserver, in dem sich rund 5000 verschiedene Werkzeuge befinden, die von den Mitarbeitern per Chip für ihre Arbeit geordert werden können. Auch die eigene Lehrwerkstatt überzeugte den 37-jährigen Juristen, der seit 2004 als EU-Abgeordneter tätig ist. „Die zur Verfügung gestellten Mittel waren eine sehr gute Investition und die EU konnte hier deutlich zeigen, dass ihr die Entwicklung im ländlichen Raum und in der heimischen Wirtschaft sehr am Herzen liegt“, freute sich Schwab und betonte, dass die Firma Heinrich Engesser ein tolles Unternehmen sei, das mit der Investition Weichen für die Zukunft und für die nächste Generation gestellt habe.

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