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Geisingen Weltbeste Speedskater in Geisingen im Wettstreit

Arena Geisingen ist am Wochenende wieder Schauplatz einer Etappe des Europa-Cups.

Wenn der Belgier John-Josef Merlin im Jahr 1760 für Testzwecke die Möglichkeiten der Inline Arena in Geisingen gehabt hätte, dann wäre der Siegeszug des Inlineskatens sicherlich schon eher gewesen. Doch aufgrund der damaligen schlechten Straßenbeschaffenheit (Kopfsteinpflaster) blieb den Inlineskates der allgemeine Durchbruch zunächst verwehrt.

Der Belgier versah zunächst einen Schlittschuh mit Metallrädchen, später wurde die Technik mit Holzrollen und Bremsen verbessert. 1863 entwickelte der Amerikaner James Leonard Plimpton die herkömmlichen Rollschuhe mit jeweils zwei nebeneinander angebrachten Rollen, die sich durch besseren Halt und leichtere Steuerbarkeit auszeichneten. Sie verdrängten die Vorläufer der Inline-Skates fast vollständig vom Markt. 1979 konstruierte der Eishockey-Spieler Scott Olson den modernen Inline-Skate, um auch im Sommer nicht auf seinen Sport verzichten zu müssen. Mit seiner bis heute bekannten Firma Rollerblade sorgte er für den Durchbruch der Inline-Skates, die die bis dahin dominierenden Rollschuhe nicht nur überflügelten und ablösten, sondern auch einen ganz neuen Trend setzten. So wurden 1995 in Deutschland 3,5 Millionen Paar Inline-Skates verkauft, allerdings sind die Verkaufszahlen seit Anfang des 21. Jahrhunderts etwas rückläufig. Ebenfalls in 1995 wurden in Deutschland die ersten Instruktoren (Lehrer) durch die US-amerikanische IISA (International Inline Skating Association) ausgebildet. Hiermit wurde der Grundstein für inzwischen tausende Inlineschulen in ganz Deutschland gelegt.

Es war 2010, als der Profi Inlineskating Sport dann im kleinen Donaustädtchen Geisingen Einzug hielt. Die Familie Uhrig realisierte eine Speedskating Arena, wie sie wohl weltweit seines Gleichen sucht. Seit dort wird einmal jährlich das Arena Geisingen international ausgetragen, eine Veranstaltung die die weltbesten Speedskater in die Region lockt. So auch wieder vom 21. bis 23. April, wenn in Geisingen die dritte von neun Stationen des Europa-Cups im Inline Speedskating ausgefahren wird. Die ersten beiden Etappen waren in Lagos/Portugal und die "Trophée International des Trois Pistes" in Frankreich. Für Geisingen gilt seit Tagen schon ein Anmeldestopp auf der Homepage von European Cup Inline Speedskating, das Maximum von 900 Skatern ist bereits erreicht. Athleten aus China, Kolumbien, den USA, Neuseeland, Indien, Südafrika, Ecuador und Europa werden zu den Wettkämpfen erwartet. Aufgrund der hohen Nennungszahlen starten die ersten Rennen bereits am Freitag den 21. April ab 12 Uhr. Neben den Langstrecken (Ausscheidungs- und Punkterennen) und den Kurzstrecken (500 Meter) steht auch wieder der bei den Sportlern und Zuschauern gleichermaßen beliebte Dobbin Sprint – eine Runde auf der 200-Meter-Bahn mit fliegendem Start – auf dem Wettkampfprogramm. Am Samstag finden die Kinder- und Schülerrennen mit zahlreichen Teilnehmern aus Italien, Frankreich, der Schweiz und Deutschland, statt.

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