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Geisingen Musikerfolg in Italien

08.06.2010
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Geisingen – Jährlich den musikalischen Leistungsstand einem unabhängigen Gremium vorzustellen, ist bei der Stadtmusik Geisingen seit einem Jahrzehnt Bestandteil des Jahresprogramms, ja unter Stadtmusikdirektor Rudolf Barth gar eine Herausforderung. Im letzten Jahr in Überlingen, in diesem Jahr verbunden mit einem Ausflug in Italien in Bertiolo, einer Stadt neben Udine.

In Bertiolo findet das Festival „Associazione Culturale Musicale“ statt, für das man sich bewerben muss. Geisingen erhielt eine Zusage und so fuhren die 57 Musiker, fast die komplette Stadtmusik, nach Italien. Ein Doppeldeckerbus und Anhänger voll beladen, startete in Geisingen und kam nach über zwölfeinhalb Stunden in Udine an. Hier übernachteten die Musiker. Schon am ersten Abend hieß es eine Musikprobe abzuhalten, der Abend stand zur freien Gestaltung zur Verfügung. Auch der zweite Tag hatte ein ähnliches Programm, eine Generalprobe, dann Aufenthalt am Mittelmeer in Grado.

Am dritten Tag wurde es ernst, Abfahrt nach Bertiolo, Schlagzeug aufbauen und eine erneute Probe, ehe es dann zum Wettbewerb ging. In der Höchststufe stellte sich die Stadtmusik einer internationalen Jury, die bei solchen Wettbewerben die Messlatte sehr hoch ansetzt. Mit der „Ouverture to Vox Stellarum“ von Wong Kah Chun als Pflichtstück, der „Fanfare for a Golden Sky“ von S. Boerma sowie „From the Eye of the Storm“ von A. Shabazz, alles Stücke, die beim Frühjahrskonzert aufgeführt wurden, gaben die Musiker unter der Leitung von Stadtmusikdirektor Rudolf Barth ihr Bestes. Die Juroren kamen aus Niederlanden, Belgien, Italien und Portugal. Man war gespannt auf das Ergebnis und war auch damit zufrieden. Mit der fünfthöchsten Punktzahl aller 18 teilnehmenden Orchester, genau 85,5 Punkte, bei den sehr strengen Bewertungskriterien sind sowohl die Musiker als auch Rudolf Barth zufrieden. In der Höchststufe erreichte man den vierten Platz der Orchester, die aus Slowenien, Italien und Deutschland kamen. Den Sieg holte sich ein Hochschulorchester aus Italien.

Das Abschneiden wurde natürlich gefeiert, ehe dann am vierten Tag wieder die Koffer gepackt und die vielen Instrumente verstaut werden mussten. Danach hieß es Abschied nehmen und nach einer zehnstündigen Fahrt wurde Geisingen erreicht. Alle Musiker waren begeistert von der Reise, für die es galt, sich musikalisch vorzubereiten, die aber auch die Kameradschaft vertiefte. Die Stadtmusik hat mit dieser erneuten Bewertung vor einer internationalen Jury mit sehr hohen Anforderungen wieder einmal mehr ihren Leistungsstand unter Beweis gestellt.

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