Mein

Furtwangen Ewiges Eiskratzen

11.02.2012


Morgendliches Eiskratzen an den Autoscheiben – es gibt fast nichts, was nervtötender ist. Erstens raubt es einem Unmengen an Zeit und zweitens Unmengen an Kraft.

Und keines von beidem hat man morgens. Gerne ist die Eisschicht auf den Scheiben an den Tagen besonders dick, an denen man sowieso schon in Eile ist. Fast wirkt es manchmal so, als werde man von oben beobachtet: Sieht der Wettergott zum Beispiel, dass man den Wecker zu oft wieder abgestellt hat und in der ganzen Frühstückshektik auch noch die Kaffeetasse vom Tisch gestürzt ist, lässt er die Eisschicht noch um ein paar Zentimeter anschwellen. An diesen Tagen rast man mit eingefrorenen Fingern gefühlte Stunden um sein Auto herum, kratzt mal hier und mal da. Immer wieder macht man eine Pause, weil die Arme schon nach kurzer Zeit lahm werden. Hat man die Eisschicht verbannt und sitzt endlich hinter dem Lenkrad, heißt das aber noch lange nicht, dass man die Straße auch sieht. Denn beschlagen sind die Scheiben nach wie vor. Da hilft es nur, die Lüftung voll aufzudrehen. Durch die werden die Scheiben frei, aber der Fahrer krank. Fazit: Der Sommer darf wiederkommen. So ein Wintermorgen macht einfach keinen Spaß.

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