Heute, 16 Uhr, startet das Gastspiel des Zirkus „Luna“ mit der ersten Vorstellung. Im Vorfeld wurde Kritik an der Tierhaltung laut.
Die Sprecherin der Tierschutzorganisation „Peta“ schreibt dazu in einem Leserbrief: „Während immer mehr Städte die gesetzliche Grundlagen dafür schaffen, Zirkusse mit Wildtieren aus Gründen des Tierschutzes von städtischen Geländen zu verbannen, scheinen in Furtwangen die Uhren anders zu ticken: Da empfängt der Bauamtsleiter Hermann Baumer den Elefanten des Zirkus Luna vor dem Rathaus und tritt damit den Tierschutz mit Füßen.
Denn der Bundesrat hat nicht umsonst bereits 2003 in einer Entschließung einstimmig für ein Verbot von Wildtieren im Zirkus (insbesondere Affen, Elefanten und Bären) gestimmt, das die Bundesregierung zwar noch nicht umgesetzt hat, das aber zum Beispiel vom Land Baden-Württemberg schon mehrmals angemahnt wurde.
Roller fahrende Bären und Mundharmonika spielende Elefanten (auch noch in Einzelhaltung) sind von gestern. Heute weiß jedes Schulkind, mit wie viel Entbehrungen das Leben eines Wildtieres im Zirkus verbunden ist und dass dies zwangsläufig zu Verhaltensauffälligkeit, Krankheit und frühzeitigem Tod führt. Eine Blamage für die städtischen Vertreter in Furtwangen!
Elefantenparade in Furtwangen Zirkus Luna in Furtwangen