Fasnetausrufen wird jedes Jahr beliebter. Zug durchs Dorf dauert Stunden
Mit dem Ausrufen startete die Rohrbacher Fasnet offiziell. Den Auftakt bildete am späten Vormittag ein gemütlicher Hock bei der Firma Kammerer. Wie gewohnt sorgte hier der Handharmonikaclub Edelweiß, in diesem Jahr als Vampire, für die musikalische Unterhaltung. Nach dem Mittag zog die närrische Gesellschaft dann zum Dorfplatz zum Stellen des Rohrbacher Narrenbaums. Der Musikverein Frohsinn sorgte dabei für die musikalische Unterhaltung der Zuschauer, die von Jahr zu Jahr mehr werden. Die Musiker konnten sich dabei, wie an ihrem Häs zu sehen war, nicht entscheiden, ob sie Engel oder Teufel sind.
Nachdem die Kohlebrenner routiniert den Baum gestellt hatten, machte sich dann der Zug auf in das Dorf zum traditionellen Ausrufen. Dabei ziehen die Narren gemeinsam mit der Musikkapelle durch das ganze Dorf und machen immer wieder halt. Jeder Anlieger an dieser Strecke ist dabei eingeladen, mitzumachen. Die Narren werden an vielen Häusern willkommen geheißen. Dort macht der Umzug halt und die Musiker spielen ein Ständchen. Währenddessen werden die Narren mit guten Gaben verwöhnt. An einem Haus sind es Naschereien, beim nächsten steht Kuchen bereit, es gibt kalte oder manchmal auch warme Getränke und vieles mehr.
An jedem Haus gibt es dabei wieder etwas anderes, gerade diese Vielfalt des Angebotes macht diesen Umzug einzigartig. Und so zieht diese feucht-fröhliche Runde mehrere Stunden lang durch das ganze Dorf. Neben dem Musikverein und den Kohlebrennern war auch wieder die Rohrbacher Feuerwehr mit ihrem Wagen dabei. In diesem Jahr präsentieren sie sich als Ninja.
Mit dabei war auch eine kleine Gruppe von Landfrauen, allerdings stark gezeichnet von einer schweren Durchfallerkrankung. Doch wenn die Musik spielt, müssen sie dabei sein. Deshalb hatten die Landfrauen auch ihre Nachttöpfe dabei. Wer allerdings einen Blick hinein wagte, dem ist der Appetit ob der braunen undefinierbaren Masse garantiert vergangen. Doch dies traf nicht auf alle zu: Bürgermeister Josef Herdner vernaschte genüsslich ein Würstchen aus einem dieser Nachttöpfe.